Unihockey
Limmattal muss sich den Sieg gegen Waldenburg erkämpfen

UHL siegte in einem weiteren Spektakelspiel. Den Sieg musste sich der Club aber hart erkämpfen. Zum Schluss stand es 9:7 gegen Waldenburg.

Tobias Marti
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Luca Hänni (in Blau) erzielt die Skorerpunkte 25bis 29 in der laufenden Saison.Marcel Bieri/ARchiv

Luca Hänni (in Blau) erzielt die Skorerpunkte 25bis 29 in der laufenden Saison.Marcel Bieri/ARchiv

Limmattal-Trainer Lukas Kunz propagiert den Spektakelstil. Und er hat damit Erfolg. Nach einem Drittel der 2.-Liga-Meisterschaft grüsst sein Team vom Leaderthron und stellt dabei die drittbeste Offensive (50 Tore nach 6 Spielen) der ganzen 2.Liga. Dieser Umstand lockte gegen Waldenburg immerhin 80 Zuschauer in die Urdorfer Zentrumshalle. Nur einer fehlte: Lukas Kunz.

Er befand sich auf dem Rückflug aus China, als das Heimspiel gegen die Waldenburg Eagles angepfiffen wurde. Sollte sich die Abwesenheit des Headcoaches negativ auf die Leistung oder den Spektakelstil der Mannschaft auswirken? Nein. Kunz verpasste ein Spiel, das ihm bestimmt gefallen hätte. Es gab 16 Tore beim 9:7 seiner Mannschaft. Den Sieg musste sich UHL hart erarbeiten.

Dies lag einerseits am starken Gegner aus dem Baselbiet, andererseits am fürchterlichen Limmattaler Start ins zweite Drittel: Mit einer verdienten 3:2-Führung kamen die Limmattaler nach der ersten Pause zurück auf das Spielfeld. Bereits nach 15 Sekunden hatten die Limmattaler das Skore eröffnet. Und nach 7Minuten führten die Gastgeber bereits mit 3:1. Die Limmattaler mussten Waldenburg nur in Unterzahl Zugeständnisse machen, was den Gästen aber erlaubte den Rückstand in Grenzen zu halten. Doch dann brachten sie sich mit einer verlängerten Pause beinahe selbst um die Früchte ihrer Arbeit.

Kraftakt

Mit drei Toren innert 93 Sekunden drehten die Eagles das Spiel kurzerhand zu ihren Gunsten und witterten nun die Chance endlich einmal Punkte aus der Zentrumshalle zu entführen. An diesem Vorhaben hielten sie hartnäckig fest. Es brauchte einen beinahe 40-minütigen Limmattaler Kraftakt und sechs weitere Tore, um das Spiel kurz vor Schluss doch noch zu drehen und für sich zu entscheiden. Hierbei ragten vier UHL-Akteure aus dem starken Limmattaler Kollektiv heraus:

Dario Küng Nachdem er mit seinen Toren zum 1:0 und 3:1 das Spiel gleich zu Beginn in die eigentlich vorgesehene Richtung lenkte, vollendete das Talent aus dem U18-Team in der 32. Minute seinen ersten Hattrick – und das in seinem erst neunten Spiel bei den «Grossen». Es war der eminent wichtige Anschlusstreffer zum 4:5.

Mattias Steinholtz Der 42-jährige Neuzugang lieferte ein gelungenes Debüt ab. Der ehemalige GC-Spieler aus Schweden sorgte mit seiner Routine und Abgeklärtheit für viel Ruhe in der Limmattaler Verteidigung. Und offensiv begeisterte Steinholtz Zuschauer und Mitspieler gleichermassen mit seiner Übersicht und seiner Klasse (3 Skorerpunkte).

Luca Hänni Der Topskorer hatte zuvor 24Punkte gesammelt und konnte seine Quote gegen Waldenburg sogar noch steigern. Hänni
bereitete sämtliche drei Treffer von Dario Küng vor, leistete beim 6:6 ebenfalls wertvolle Vorarbeit und sorgte in der zweitletzten Minute mit dem 9:7 ins leere Tor für die definitive Entscheidung.

Pascal Meier Der Mann für die wichtigen Tore erzielte zunächst das 6:6. Rund fünf Minuten vor dem
Ende markierte er das Game-Winning-Goal zum 8:7 und riss damit das Limmattaler Publikum endgültig aus den Sitzen.
Ja, ganz bestimmt hätte Limmattal-Trainer Lukas Kunz seine Freude an dieser Partie gehabt.