Ein Wechsel von Bülach, einem 1.-Liga-Verein mit Aufstiegsambitionen, zum Zweitligisten Unihockey Limmattal (UHL), wie kommt es dazu? Dem 26-jährigen Nicola Saluz wurde der hohe Aufwand, den er in den letzten Jahren bei Bülach auf sich nahm, zu viel. «Die Ausbildung hat momentan oberste Priorität», erklärt Saluz, der das Bauingenieur-Wesen studiert. «Deshalb bot sich ein Wechsel an. Und was die Ambitionen anbelangt: Die haben wir hier auch.» Limmattal und sein neuer Trainer Rico Polo dürften über den Wechsel nicht unglücklich sein.

Ein Sportler durch und durch

Nach acht Jahren Juniorenfussball nahm der in Zürich wohnhafte Saluz erstmals an einem Unihockey-Probetraining teil. «Seither bin ich vom Unihockey-Virus befallen. Die Sportart ist schnell und körperbetont, das Team steht im Vordergrund», sagt er. Ob im Sommer beim Tennis oder Windsurfen, im Winter als Snowboardlehrer und das ganze Jahr über als Unihockeyaner, Sport ist ein wichtiger Bestandteil im Leben von Saluz.

Der Stürmer hat sich in Urdorf bestens eingelebt. «In der Unihockey-Szene kennt man sich untereinander und so bin ich auch bei Limmattal auf alte Bekannte getroffen.» Saluz spricht damit Luca Hänni und Yannik Miller an, mit welchen er bei GC spielte und U18-Schweizermeister wurde. Der 26-Jährige spricht von seinem neuen Team als sehr kompakte und motivierte Einheit.

Aufstieg vielleicht in zwei bis drei Jahren

Auch über Neo-Trainer Polo, den er bereits von seiner Zeit bei den Grasshoppers her kennt, verliert der Neuzugang nur lobende Worte. «Er ist der richtige Trainer für unsere Mannschaft. Er übernimmt souverän den Lead, ist aufmerksam, konsequent und scheut sich nicht, notfalls auch durchzugreifen», beschreibt er ihn. Auf die Frage nach seiner Position im Team antwortet er: «Ich will als Spieler überzeugen und dem Team weiterhelfen.» Langfristig gesehen möchte er in zwei bis drei Jahren mit Limmattal den Aufstieg in die 1. Liga realisieren. «Aber wer weiss schon, was in zwei Jahren ist. Sport ist kurzlebig», weiss Nicola Saluz.

Gleich sieben neue Akteure

Seit Ende der letzten Saison, welche Limmattal auf dem vierten Rang abschloss, hat sich einiges getan. Der Wechsel an der Bande ist nur ein Teil der Veränderungen. Mit Benz, Spahija, Hostettler, Schär, Eberle und Gitonga sind neben Saluz sechs weitere Akteure neu zum Team gestossen. Sieben Spieler verliessen den Verein. Entsprechend setzt Trainer Polo die Saisonziele. «Wir wollen zwar jede Partie gewinnen, doch wir müssen Spiel für Spiel nehmen. Das Wichtigste ist, dass wir unser Spielsystem ausarbeiten und perfektionieren.»

Los geht’s gegen Lenzburg

In der ersten Runde der 2.-LigaSaison wartet heute Abend im Auswärtsspiel der UHC Lenzburg (Angelrain, 19 Uhr). Limmattal muss also gleich gegen jenen Gegner, der am Ende der vergangenen Spielzeit exakt gleichviele Punkte aufwies, antreten. Für Trainer Polo ist es schon ein Spiel mit spezieller Bedeutung. «Klar ist man vor dem Saisonstart ein wenig nervös, dennoch können wir das Spiel relativ gelassen angehen, denn wir haben viel gearbeitet und wollen einfach eine gute Partie zeigen», sagt Polo kurz vor seinem Meisterschafts-Debüt mit UHL.