Unihockey
Limmattal macht den Aufstieg perfekt

Unihockey Limmattal steigt in die 1. Liga auf. Die Limmattaler besiegen die Waldenburg Eagles auch im dritten Spiel, diesmal gleich mit 11:3.

Michel Sutter
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Die Spieler von Unihockey Limmattal feiern den Aufstieg.

Die Spieler von Unihockey Limmattal feiern den Aufstieg.

Michel Sutter

Das Bier schwappte auf den Boden. Doch das war den Spielern von Unihockey Limmattal egal. Sie tanzten ausgelassen mit den Dosen in den Händen und jubelten ihren Fans zu, die an diesem Samstagnachmittag in der Zentrumshalle in Urdorf ihre Mannschaft noch lange feierten.

Die Party hatte im Prinzip schon zwei Stunden zuvor begonnen. Da waren in der Partie zwischen Unihockey Limmattal und den Waldenburg Eagles zwar erst acht Minuten vergangen. Doch zu diesem Zeitpunkt führten die Limmattaler gegen die völlig überforderten Eagles bereits mit 4:0 und hatten damit für eine Vorentscheidung gesorgt.

«Die frühen Tore gaben uns Sicherheit»

Dabei war die Anspannung beim Heimteam vor Spielbeginn gross gewesen, wie Lukas Wittwer zugab. «Einige von uns waren sehr nervös», verriet Wittwer, der mit seinen fünf Treffern der überragende Mann in den Reihen der Limmattaler gewesen war. «Aber die frühen Tore gaben uns Sicherheit.»

Und wie. Denn die Limmattaler liessen auch nach der komfortablen 5:1-Führung zur ersten Drittelspause nicht nach. Nach einer halben Stunde führten sie mit 8:2, und das, obwohl sie im zweiten Abschnitt einige Strafen wegstecken und gleich zweimal in doppelter Unterzahl agieren mussten.

Die Eagles kamen zwar zum Anschlusstreffer, machten aber aus den neun Strafminuten gegen Limmattal viel zu wenig. Vor allem im Abschluss zeigten sie eklatante Schwächen.

So nahm Unihockey Limmattal das letzte Drittel mit einem Sechs-Tore-Vorsprung in Angriff. Angesichts dieses Vorsprungs ging das Heimteam nun etwas vom Gas, gewann aber auch den letzten Durchgang mit 3:1 und schliesslich die Serie glatt mit 3:0.

Jubel nach dem Tor - der Aufstieg ist gesichert.

Jubel nach dem Tor - der Aufstieg ist gesichert.

Michel Sutter

«Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Eagles vorher nicht gekannt hatte», gestand Wittwer. «Aber ich hätte nicht gedacht, dass wir so klar gewinnen würden.» Und auch Wittwers Trainer Rico Polo war überrascht, dass seine Mannschaft die Serie so deutlich dominierte. «Ich wusste zwar, welches Potenzial das Team hat», sagte er.

«Doch ich war nicht sicher, ob sie es auch abrufen könnte.» Schliesslich sei der Druck auf seinen Schützlingen gross gewesen: «Die Halle war voll, und wir hatten natürlich Angst, dass wir verlieren könnten.» Umso schöner sei es, den Aufstieg vor dem Heimpublikum geschafft zu haben.

Trainer Polo geht

Doch mit dem Aufstieg endete auch die Ära von Polo bei Unihockey Limmattal. «Ich werde nächste Saison die Mannschaft nicht mehr trainieren», sagte er. Diesen Entschluss habe er schon vor dem letzten Spiel gefasst.

«Das Traineramt und die ganzen anderen Verpflichtungen, die ich noch habe, sind mir fast zu viel geworden», erklärte Polo. «Aber es macht mich stolz, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist. Alle Spieler, auch die Ersatzspieler, haben ihren Job erfüllt.» Und sie haben ihrem Trainer mit dem Aufstieg ein schönes Abschiedsgeschenk beschert.

Unihockey Limmattal - SV Waldenburg Eagles 11:3 (5:1, 3:1, 3:1).

Zentrumshalle, Urdorf. 443 Zuschauer. SR Gfeller/Röthlisberger.

Tore: 2. A. Ladner 1:0. 3. Hänni (Saluz) 2:0. 6. Meier (Düsel) 3:0. 8. Wittwer (Benz) 4:0. 16. Infanger (Schmutz) 4:1. 18. Wittwer (Benz) 5:1. 22. Wittwer (Ladner) 6:1. 24. Wittwer (Eberle) 7:1. 28. Schmutz (Hänggi) 7:2. 33. Wittwer (Ladner) 8:2. 47. Benz (Gitonga) 9:2. 53. Hasler (Rudin) 9:3. 55. Benz (Wittwer) 10:3. 56. Benz (Wittwer) 11:3.

Strafen: 7mal 2 Minuten, 1mal 5 Minuten (Gitonga), 1mal 10 Minuten (Kern) gegen Unihockey Limmattal. 8mal 2 Minuten gegen SV Waldenburg Eagles.

Limmattal: Hostettler; Wittwer, S. Ladner; Kern, Düsel; Saluz, Püntener; Benz, A. Ladner, F. Eberle; Gitonga, Küng, Meier; D. Eberle, Hänni, Miller.

Eagles: Heusser; Schenker, Liesch; Hänggi, Stebler; N. Steiner, Berger; Werthmüller, Rudin, Schmutz; Infanger, Winkler, Hasler; Heuberger, D. Steiner, Frei.