Nach einer Saison ohne Direktbegegnung kam es zum Abschluss der Vorrunde endlich wieder zum «Mutschellen-Derby» zwischen Limmattal und Bremgarten. UHL hatte mit den Aargauern die eine oder andere Rechnung offen. Zum Beispiel vom letzten Aufeinandertreffen im Februar 2010: Damals mussten sich die Limmattaler dem Rivalen in der eigenen Halle zuerst mit 7:9 geschlagen geben und durften ihm gleich auch noch zur Qualifikation für die Aufstiegsplayoffs gratulieren. Allerdings hat die aktuelle Mannschaft des UHC Bremgarten mit derjenigen von vor zwei Jahren nicht mehr allzu viel gemeinsam, trat diesmal doch eine 14-köpfige Rumpftruppe in Urdorf an.

Effizientes Bremgarten

Dieser Umstand war auch UHL-Trainerin Jasmin Wani aufgefallen. Ihre Direktive: Vollgas von Beginn an. Doch die guten Vorsätze der Limmattaler wurden durch das äusserst defensive Auftreten der Gäste schnell einmal zunichtegemacht. Dass Bremgarten zudem mit der ersten Torchance auch gleich der Führungstreffer gelang (3.), machte die Sache für die Gastgeber auch nicht einfacher.

Kein entscheidendes Absetzen

Die Limmattaler fanden schliesslich den Weg ins Spiel. Den Anfang machte nach knapp zehn Minuten Fabian Gautschi, der seinem Gegenspieler den Ball abluchste und mittels satten Schusses zum 1:1 traf. Als Topskorer Luca Hänni das Heimteam nach einer Viertelstunde erstmals in Führung brachte, schien das richtige Rezept gefunden. Doch UHL kassierte das 2:2, auf das Roger David aber nur gerade 12 Sekunden später mit dem 3:2 antwortete. Und auch auf das 3:3 hatten die Gastgeber die richtige Antwort parat: Dominic Achermann traf unter gütiger Mithilfe der Bremgarter Verteidigung zum 4:3.

Entscheidung erst in der Verlängerung

Dem Spiel der Limmattaler fehlte die nötige Prise Spielwitz und Kreativität, um die Mauer der Gäste endgültig zum Einsturz zu bringen. Diese zeigten sich Effektiv in ihren Offensivbemühungen, in der 52. Minute erzielten sie das 4:4. Dass die Limmattaler am Ende doch noch jubeln konnten, verdankten sie einem Fehler der Verteidigung sowie der Antizipationsgabe Roger Davids, der sich vor das Tor geschlichen und getroffen hatte. Weil das 5:4 erst in der Verlängerung fiel, gab es aber nur zwei Punkte. Zu wenig, gemessen an den Spielanteilen.