Unihockey 2. Liga
Limmattal behielt gegen Brugg die Nerven

Mit 6:5 hat sich Limmattal gegen Brugg im Penaltyschiessen durchgesetzt. Dabei bestätigte Limmattal bestätigte einmal mehr seinen Ruf als Langsamstarter. Wie in bisher allen Spielen gerieten sie auch gegen Brugg zuerst 0:1 in Rückstand.

Luca Hänni
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Limmattals Luca Hänni (blau) hatte mit seinem Doppelpack massgeblichen Anteil am Erfolg über Brugg. mb

Limmattals Luca Hänni (blau) hatte mit seinem Doppelpack massgeblichen Anteil am Erfolg über Brugg. mb

Solothurner Zeitung

In allen bisherigen Saisonspielen gerieten die Limmattaler 0:1 in Rückstand. So auch im Heimspiel gegen die Powermäuse aus Brugg. Bereits nach fünf Minuten rannte UHL einem Verlusttreffer hinterher. Der Ausgleich liess indessen nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute nach dem Brugger Führungstreffer bediente Philippe Achtnich den im hohen Slot frei stehenden Nicolas Gitonga, der mit einem satten Hocheckschuss das 1:1 für die Heimmannschaft markierte. Aus Limmattaler Sicht wurde der Ausgleich allerdings nicht zur erhofften Initialzündung. Zwar hatte UHL in der Folge klar mehr Spielanteile als sein Gegner und gefühlte 70 Prozent Ballbesitz; doch für wirkliche Gefahr sorgten vornehmlich die Gäste. Die Powermäuse aus Brugg tauchten nach schnell vorgetragenen Kontern immer wiederbedrohlich vor dem stark aufspielenden Goalie Alexander Bosch auf. Der Limmattaler Keeper vermochte nicht zu verhindern, dass Brugg zwei dieser gefährlichen Gegenstösse erfolgreich abschliessen konnten. Drei Minuten vor der ersten Pause lagen die Gastgeber 1:3 im Rückstand.

Das Ass aus dem Ärmel gezogen

UHL-Trainerin Jasmin Wani reagierte und brachte noch vor Ende der ersten zwanzig Minuten die bis anhin auf der Bank schmorende, dritte Linie ins Spiel. Wie bereits vor Wochenfrist gegen den UHC Mittelland zeigte diese Massnahme Wirkung. Es war die just besagte dritte Linie, welche durch ein Doppelpack von Luca Hänni für den 3:3-Ausgleich verantwortlich zeichnete. Dies war das letzte Ausrufezeichen in einem äusserst animierten ersten Drittel.

Erst in der 28. Minute folgte das nächste Highlight aus Sicht der Limmattaler. Für dieses verantwortlich war UHL-Stürmer Michael Hunziker. Dieser luchste dem gegnerischen Verteidiger den Ball ab, schoss auf das gegnerische Tor und verwertete den Abpraller des Brugger Torhüters gleich selbst zur erstmaligen UHL-Führung. Zwar hatte UHL auch in der zweiten Spielhälfte noch einige erstklassige Chancen, Tore jedoch wollten dem Heimteam keine mehr gelingen. So wurde für Limmattal die altbekannte Weisheit «wer die Tore nicht macht bekommt sie» zum Verhängnis. Kölliker rettete die Brugger per Powerplay-Tor in der 56. Minute in die Verlängerung.

Glücklicheres Ende für UHL

Weil auch in der Verlängerung kein Sieger ermittelt werden konnte, musste die Entscheidung im Penaltyschiessen fallen. Mit dem glücklicheren Ende für die gastgebenden Limmattaler: UHL-Schlussmann Bosch zeigte sich nervenstark und vereitelte vier der fünf Versuche der Powermäuse. Bei den Gastgebern behielt Captain Pascal Meier die Nerven und versenkte den Ball kaltblütig in den Maschen. Lorenz Kern sorgte schliesslich für die Entscheidung. Letzterer liess bei seinem Versuch den Brugger Schlussmann gekonnt aussteigen und sicherte Unihockey Limmattal im vierten Spiel den zweiten Sieg der Saison. Die Limmattaler verbesserten sich durch diesen Sieg in ihrer 2.-Liga-Gruppe auf den achten Tabellenrang.