Nach einer harzigen ersten Spielhälfte vermochte sich Birmensdorf im Heimspiel gegen Indsutrie Turicum doch noch klar durchzusetzen. Dank einer Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel siegten die Schützlinge von Trainer Fabio Stiz verdient mit 4:1 (1:1).

Nach den beiden klaren Siegen zum Saisonauftauftakt strotzte Birmensdorf gegen Industrie Turicum von Beginn weg voller Selbstvertrauen. Mit viel Schwung stieg der Leader in die Partie und erarbeitete sich in den ersten zehn Spielminuten gleich drei hochkarätige Chancen, welche aber ungenützt blieben. In der Folge fanden die Stadtzürcher immer besser ins Spiel, während die Einheimischen unter ihren Erwartungen blieben. In der 24. Minute ging der Favorit aber in Front. Nach einem weiten Ball enteilte mit Simon Gebhardt der beste Birmenstorfer der Gästeabwehr und traf mittels Flachschuss zur 1:0-Führung. Kurz vor dem Pausentee vermochte Stefan Greber im eigenen Strafraum Akim Kamara nur mit den Händen zurückzuhalten und den fälligen Penalty verwandelte Hugo Soto sicher. Dabei musste sich Keeper Markus Würsten in dieser Saison erstmals geschlagen geben.

Trainer Stiz fordert Charakterstärke

In der Pause konnte und durfte Birmensdorf-Trainer Fabio Stiz mit der Leistung seines Teams natürlich nicht zufrieden sein. «Nach der starken Startphase waren wir mental nicht auf der Höhe und ich forderte mein Team auf, in der zweiten Halbzeit Charakter zu zeigen», so der Coach. Verletzungsbedingt musste er dabei Stefan Greber ersetzen, während nach dem Seitenwechsel Moritz Kellenberger ins Spiel kam. Obwohl das Mittelfeld um Captain Bruno Filipo Da Costa nicht wie erhofft auf Touren kam, beherrschten die Birmensdorfer nun die Partie. Mal für Mal drängten sie Richtung Strafraum, doch die vielbeinige Industrie-Abwehr hielt vorerst stand.

In der 72. Minute lancierte Torhüter Markus Würsten mit einem weiten Abkick Gebhardt und sein Zuspiel vollendete Stephan Niedecken zum erneuten Birmensdorfer Führungstreffer.

Klare Steigerung nach der Pause

Industrie Turicum war nicht in der Lage zu reagieren, während die Gastgeber das Spiel nun sicher kontrollierten. Kurz vor Schluss entwischte Joker Moritz Kellenberger der vorgerückten Industrie-Hintermannschaft und machte mit dem 3:1 alles klar, während erneut Niedecken in der Nachspielzeit noch zum 4:1-Endstand traf. «Im Gegensatz zu den ersten 45 Minuten vermochten wir uns nach dem Seitenwechsel enorm zu steigern und diese Reaktion hat mir Freude bereitet. Trotz dieses Sieges bin ich aber überzeugt, dass wir noch mehr können, als wir heute gezeigt haben», so Stiz. Nun folgt am kommenden Sonntag der mit viel Spannung erwartete Spitzenkampf zwischen Schlieren und Birmensdorf.