Unihockey
Last-Minute-Sieg als verfrühtes Weihnachtsgeschenk

Limmattal gibt in der 2. Liga-Unihockey-Meisterschaft gegen Lenzburg einen Vorsprung preis, siegt aber doch noch mit 7:6

Annemarie Keusch
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Strafe für den Limmattaler Topskorer und Siegschütze zum 7:6 : Luca Hänni (18, neben Schiri).
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Unihockey 2.Liga: UHC Limmattal schlägt UHC Lenzburg mit 7:6
Yannick Miller (l.) und Goalie Ennio Russo und Marcel Stettler.
Pascal Meier(l., 4) vor Andreas Senn.
1:0 Schütze Joël Wuillemin mit Captain Damian Püntener (66) und Marcel Stettler(8).
1:0 Schütze Joël Wuillemin(35) - Andreas Senn (links).
Stephan Pachlatko(24) - Burkhalter(7), Marti und Goalie Russo
Trainer Lukas Kunz. Links: 7:6 Schütze Luca Hänni.
Trainer Lukas Kunz.
Jubel mit 7:6 Schütze Luca Hänn i(3.v. rechts).

Strafe für den Limmattaler Topskorer und Siegschütze zum 7:6 : Luca Hänni (18, neben Schiri).

Otto Lüscher

Die Festtage stehen vor der Tür. Doch im 2.-Liga-Duell zwischen Limmattal und Lenzburg war nichts von Geschenklaune zu spüren. Die beiden Teams spielten aggressiv. Vor allem im ersten Drittel war das Spiel geprägt von vielen Unterbrüchen. Dem Gegner wurde weder Raum noch Zeit zum Abspielen zugelassen. Ungenauigkeiten auf beiden Seiten war die Folge. Doch mit zunehmender Spieldauer konnten sich die Teams besser auf die Spielweise des Gegners einstellen und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Bereits in der dritten Minute eröffnete Joel Wuillemin für die Heimmannschaft aus dem Limmattal das Skore. Doch das Glück währte nicht lange. Nur fünf Zeigerumdrehungen später konnte Pascal Marquardt für die Gäste aus dem Aargau ausgleichen. Doch es kam für die favorisierten Limmattaler noch schlimmer. Mittels eines Doppelschlages durch Jonas und Sven Marti geriet die Heimmannschaft mit zwei Treffern in Rücklage. Lorenz Kern erzielte kurze Zeit später den Anschlusstreffer für die Limmattaler, welche aber trotzdem mit einem Rückstand in die erste Drittelspause gehen mussten.

Steigerung im zweiten Abschnitt

Die Pausenansprache von Limmattal-Trainer Lukas Kunz schien Früchte zu tragen, traten die Einheimischen im zweiten Drittel doch viel zielstrebiger und effektiver auf. Die Lenzburger wurden vermehrt in die Defensive gedrängt, waren jedoch mit ihren Kontern immer wieder für Gefahr vor Limmattals Goalie Pascal Egloff gut. Dieser vereitelte jedoch alle gegnerischen Chancen und ebnete so seinem Team den Weg zur Wende. Zweimal Yannick Miller und einmal Nicolas Spillmann sorgten dafür, dass die Limmattaler mit einem Zweitorevorsprung ins abschliessende Drittel vor der Weihnachtspause steigen konnten.

Mit Einsatz und Glück

Doch anstatt eines klaren Sieges für Limmattal kam im letzten Drittel nochmals Spannung auf. Nach den Toren von Jamin Kobel (5:4), Luca Hänni (6:4) und Jonas Marti (6:5) schien das Spiel eine Minute vor Schluss gelaufen zu sein. Aber weit gefehlt. Zwölf Sekunden vor Schluss glich Pascal Marquardt aus. Punkteteilung? Auch nicht, denn nur sechs Sekunden später, und sechs Sekunden vor dem Spielende, konnte Limmattals Topskorer Luca Hänni seine Mannschaft erneut in Front und somit zum Sieg schiessen.

«Nach dem Ausgleichstreffer sagte ich, dass zwölf Sekunden locker reichen, um noch ein Tor zu erzielen», lacht Hänni. Sein Team habe sich heute mit Einsatz und mit dem notwendigen Glück den Sieg verdient.

Sieben Spiele vor dem Ende der Saison stehen die Limmattaler somit auf dem zweiten Tabellenplatz. Ob das Christkind allfällige Aufstiegschancen unter den Tannenbaum von Unihockey Limmattal legt, wird sich nach der Weihnachtspause im Spiel gegen Deitingen weiter zeigen.