Pontoniersport

Knapp neben das Podest: Marcel Kohler und Roland Keller auf Rang vier

Fuhren knapp neben die Medaillen: Die Dietiker Roland Keller (links) und Marcel Kohler. Michael Schenk

Fuhren knapp neben die Medaillen: Die Dietiker Roland Keller (links) und Marcel Kohler. Michael Schenk

An der Pontonier Schweizer Meisterschaft in Sisseln sind die beiden Limmattaler Marcel Kohler und Roland Keller auf den undankbaren vierten Platz gefahren. Nach der ersten Enttäuschung, werden sie sich aber über das gute Ergebnis freuen können.

«Dinne bliibe», schreit ein Betreuer den Jung-Pontonieren seines Vereins zu. Je nachdem, wo das Boot jedoch gerade schwimmt kann es allerdings auch heissen «dusse bliibe.» «Dinne blibe» nützt dann, wenn es gilt, im Widerwasser schnellstmöglich stromaufwärts zu stacheln – «dusse blibe» ist dann ideal, um punktgenau mit der Bootsspitze am Steg zu
landen.

In Sisseln kürten die Pontoniere übers Wochenende ihre Schweizermeister bei den Aktiven, Senioren und Frauen. Die Jugend war auf dem Rhein zwar auch am Start, trug aber ein «normales» Wettfahren aus.

Deren Schweizermeisterschaft wird Ende August in Laufenburg stattfinden. An dieser rechnen sich dann auch die beiden Limmattaler Nicolas Keller (13) und Nuri Schmed (14), die in Sisseln sehr gute Siebte wurden, Medaillenchancen aus.

Ohne Fehler durchgekommen

Als Titelanwärter bei den Aktiven stiegen in Sisseln die beiden Limmattaler Marcel Kohler und Roland Keller ins fast 600 Kilogramm schwere Boot. Das Duo hatte sich 2009 in Aarwangen im Rahmen des «Eidgenössischen» Gold und Meisterehren gesichert.

Im Vorjahr lief es dem Duo an der SM aber überhaupt nicht nach Wunsch. «Wir fuhren frontal in die erste Stange rein, die uns begegnet ist – etwas, das uns noch nie passiert ist», erinnert sich Roland Keller.

Dies notabene nachdem sie das Wettfahren vor und jenes nach der SM gewinnen konnten. Ein derartiges Missgeschick sollte sich heuer nicht wiederholen – und hat es auch nicht.

«Der Lauf ist uns sehr gut gelungen. Wir sind ohne Schwierigkeiten durchgekommen und konnten die Hindernisse gut anfahren», so Keller. In der Pontoniersprache heisst das: Das Limmattaler Duo durchfuhr den Parcours durch Tore, Landungen, Wendungen und Stachelstrecken ohne Punktabzug.

Es sei aber relativ einfach gewesen, ohne Fehler zu bleiben, meint Kohler. Insofern mussten die vier gezeiteten Teilabschnitte über die Medaillen – sprich die Lebendpreise entscheiden.

Hasen und Kälber als Preis

Erstmals überhaupt wurden in Sisseln, wie bei den Schwingern, Lebendpreise abgegeben. Ein Munikalb für den punktehöchsten Meister, zwei Lämmer für den zweithöchsten und zwei Hasen für den dritten.

Kohler und Keller mussten sich am Ende jedoch mit Lob und Kranz, sprich dem undankbaren vierten Rang, begnügen. «Im erstem Moment überwiegt zweifellos die Enttäuschung, so knapp an den Medaillen vorbeigeschrammt zu sein», hielt Keller fest.

Irgendwann werde man sich aber auch über den vierten Platz freuen können. Immerhin waren 200 Booten am Start.

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