Limmattaler Sport
Keller begeistert in Fernost

Als einziger europäischer Fahrer startete der 18-jährige Urdorfer Kart-Rennfahrer Raphael Keller in Malaysia zum Finale der Asienmeisterschaft. Er schloss das Rennen auf Platz 12 ab.

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Limmattaler Zeitung

Im Motodrom des Forme-1-Circuits von Sepang, unweit von Kuala Luumpur, starteten die besten Kartrennfahrer aus allen Ländern zur Asienmeisterschaft. Darunter der 18-jährige Urdorfer Raphael Keller. Er steht für ein erfolgreiches Werksteam aus Malaysia am Start.

Nach intensiven Tests mit dem neuen Chassis vom KRS-Werksteam am Donnerstag und Freitag erreichte er nach wenigen Heads bereits gute Zeiten. Der direkte Vergleich und Datenaustausch mit dem Teamkollegen und bisher Führenden der Meisterschaft, der malayische Berufsrennfahrer Mikko Nassim erleichterten dem Boxenteam diese anspruchsvolle Aufgabe. Raphael Keller kamen zudem die Erfahrung auf derselben Strecke vom Vorjahr zugute.

Top Ten knapp verpasst

Im Zeitfahren zur Startaufstellung erreichte Keller die zwölftbeste Zeit des 25 Piloten umfassenden Fahrerfeldes. Nur zwei Zehntelsekunden trennten ihn von Rang acht. In den Vorläufen verschaffte sich Raphael Keller durch ausgezeichnete Starts und einer beherzten Fahrweise grossen Respekt bei der Konkurrenz. Zum Rennen. Der erwartete Regen blieb aus. Stattdessen prägte grosse Hitze den ganzen Renntag. Raphael Keller konnte sich im turbulenten Startgewitter aus Karambolagen heraushalten und zwischenzeitlich auf Rang 9 vorarbeiten. Die Motoren- und Chassiseinstellung auf erwartete, etwas weniger heisse Temperaturen abgestimmt, liessen für Keller ein übermässiges Attackieren nicht zu. Trotzdem konnte er die Pace der vordersten Piloten mitgehen und beendete den Finallauf der Rotax Challenge von Asien auf dem hervorragenden 12. Platz.

Der Limmattaler war glücklich darüber: «Die für uns ausserordentliche Hitze erschwerte die Angelegenheit sehr. Trotzdem bin ich sehr zufrieden. Dies umsomehr, als ich die Pace der Top-Ten-Platzierten mitgehen konnte. Die konditionellen Anforderungen waren enorm, ebenso die Belastung für das Material.»

Erfreut zeigte sich Raphael Keller über die Respektbekundungen der mit den klimatischen Verhältnissen vertrauten Piloten Asiens. «Die vielen guten Kontakte aber auch das Interesse eines japanischen Spitzenteams für weitere Renneinsätze freuen mich besonders. Schauen wir, was daraus wird.» (liz)