«Wir haben in den vergangenen beiden Saisons immer in derselben Woche gegen einen Gruppengegner in der Meisterschaft und im Cup gespielt», erzählt Spielertrainer Sascha Schönholzer. «Nun haben wir mit St. Otmar St. Gallen nicht nur eine attraktive, sondern auch eine sympathische Mannschaft gezogen.» Sympathisch deswegen, weil das grosse St. Otmar in den letzten drei Jahren zwei Trainingsspiele gegen den HCDU bestritten hat.

Gegner möglichst lange ärgern

Chancen rechnet sich der krasse Aussenseiter aus dem Limmattal hingegen keine aus. «Realistisch gesehen muss man davon ausgehen, dass wir deutlich verlieren werden», bilanziert HCDU-Trainer Stefan Konkol nüchtern. «Aber wir wollen unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen.» Konkret heisst das, den oberklassigen Gegner möglichst lange zu ärgern.

Ein schwieriges Unterfangen, denn der HC Dietikon-Urdorf muss heute auf zwei seiner Schlüsselspieler verzichten. Team-Topskorer Daniel Imhof (20 Tore in fünf Meisterschaftsspielen) weilt unglücklicherweise in den Ferien, Philipp Wallisch ist verletzt und fällt voraussichtlich für sechs Wochen aus.

Nun hat sich der HCDU in den ersten Saisonspielen nicht gerade durch eine hohe Trefferquote ausgezeichnet - es fielen gerade mal zwischen 16 und 24 Tore pro Partie. Bleibt die Frage, ob die Limmattaler ohne Imhof und Wallisch im Angriff auch nur annähernd gefährlich werden können. «Glücklicherweise fehlt ausser den beiden Abwesenden niemand und wir können uns auf ein grosses Kader abstützen», sagt Konkol und fordert: «Jeder Einzelne wird noch mehr arbeiten müssen als sonst und das Beste aus sich herausholen.»

Und das wird bitter nötig sein, denn St. Otmar wird keine Gnade walten lassen und in voller Kampfformation nach Dietikon reisen. Für die NLA-Mannschaft ist die nächste Cup-Runde ein absolutes Muss. «Wir werden nicht mit der Nachwuchsmannschaft auflaufen», bestätigt St.-Otmar-Manager Wolfgang King. «Im Gegenteil, wir wollen voll einfahren.» Wie der HCDU sind auch die St. Galler alles andere als optimal in die Meisterschaft gestartet.

So haben sie in den ersten acht Ligaspielen gerade mal sechs mickrige Punkte geholt. «Wir brauchen ein Erfolgserlebnis und der Cupmatch gegen den HC Dietikon-Urdorf ist die ideale Möglichkeit, um uns wieder aufzubauen», so King. Ein Lichtblick bleibt den Limmattalern aber, auch St. Otmar St. Gallen muss auf zwei Spieler verzichten. Fabian Christ und der dänische Söldner Rasmuss Matthiessen müssen verletzungsbedingt auf dem Bänkli Platz nehmen.