Fussball
Kampf um den Aufstiegsplatz bleibt weiter offen

Das wichtige Spitzenspiel in der 3. Liga zwischen Red Star und Schlieren endet 1:1 unentschieden.

Michel Sutter
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Limmattaler Zeitung

Die Ausgangslage vor dem Spiel war aus Schlieremer Sicht verlockend. Mit einem Sieg gegen Red Star hätten die Limmattaler bis auf zwei Punkte an den Spitzenreiter aus Zürich herankommen können. Das Rennen um den Aufstiegsplatz wäre damit wieder völlig offen gewesen.

Ein entsprechend spannendes Spiel konnten die Zuschauer erwarten. Doch sie wurden enttäuscht. Vor allem in der ersten Halbzeit blieb der Spitzenkampf vieles schuldig. Beide Teams begannen nervös, Spielfluss mochte nicht so recht aufkommen und auch Torchancen blieben Mangelware. Die besten Versuche für Schlieren hatten Fahrudin Adilovic, dessen Schuss direkt auf Goalie Marcus Meier gezirkelt war, und Remo Anthon, der beinahe zur Schlieremer Führung geköpft hätte. Ansonsten war Red Star feldüberlegen.

Das änderte sich in der zweiten Hälfte. Die Schlieremer wirkten engagierter und machten Druck aufs gegnerische Tor. Ein Eckball von Schlierens Mete Güner konnte zunächst abgewehrt werden, doch der Ball landete bei Emanuel Preite, der mit einem schönen Schlenzer zum 0:1 traf.

Nun reagierten die Zürcher und wechselten innert zehn Minuten drei frische Kräfte ein. Schlieren liess sich davon aber nicht beeindrucken und spielte weiter nach vorn. Allerdings schafften es die Schlieremer kaum, richtig gefährliche Situationen zu kreieren.

Red Star zeigte Moral

Stattdessen wurde Red Star, das in den ersten Minuten nach dem Gegentreffer geschockt schien, wieder stärker. Die Zürcher zeigten Moral und wurden dafür in der 72. Minute belohnt: Thierry Oberle zog aus der Distanz ab, Schlierens Goalie Nicola Appella liess den Schuss passieren – 1:1.

«Ein leistungsgerechtes Unentschieden», findet Schlierens Trainer Beat Studer, der mit dem Spiel seiner Mannschaft nicht unzufrieden war. «Wir haben hier immerhin gegen den Tabellenführer gespielt und einen Punkt geholt. Zudem bleiben wir in diesem Jahr ungeschlagen.»

Ob es für Schlieren noch möglich wird, Red Star abzufangen? «Es sind noch acht Partien zu spielen», meint Studer. «Das ergibt 24 Punkte. Entschieden ist noch gar nichts. Aber wir schauen von Spiel zu Spiel.»