Regen und kalte Temperaturen mit einer starken Bise sorgten beim Gibelschwinget in Bonstetten für garstige Verhältnisse. Die 55 angetretenen Teilnehmer waren nicht zu beneiden. Auch die rund 500 Zuschauer suchten immer wieder Schutz in der Festwirtschaft. Entsprechend «kühl» war die Stimmung auf dem Schwingplatz. Die Schwinger liessen sich aber von den misslichen Bedingungen nichts anmerken, die Leistungen der Athleten konnten sich sehen lassen.

Auftakt nach Mass

Von den fünf angemeldeten Teilnehmern vom Schwingklub Glatt- und Limmattal nahmen schliesslich deren drei den Wettkampf auf. Der Dietiker Matthias Bräm und der Schlieremer Silvan Tresch verschoben ihren Saisonstart. Der Auftakt gelang dem verbliebenen Trio nach Mass.

Zwar konnten sie den Sieg nicht wie bei der letzten Austragung für sich beanspruchen, als der Bergdietiker Jodok Huber obenaus schwang, aber mit dem siebten Schlussrang des Stadtzürchers Thomas Kammermann und dem neunten Rang des Seebachers Bernhard Götsch übertrafen die Glatt- und Limmattaler die Erwartungen.

Schlussgang verpasst

Der 24-jährige Kammermann startete mit zwei Plattwürfen ausgezeichnet in den Wettkampf. Im dritten Gang wurde er mit einem Unentschieden gegen Roman Nägeli etwas gebremst. Anschliessend folgte ein weiterer Sieg, womit er wieder in
die Spitzengruppe vorstiess. Die Ausgangslage des Maschinenbau-Studenten war vielversprechend: Im fünften Gang hätte er sich mit einem Sieg gar für den Schlussgang qualifizieren können.

Der starke Zürcher Unterländer Stefan Bickel machte Kammermann aber einen Strich durch die Rechnung – es resultierte ein Gestellter. Im abschliessenden Kampf musste er eine Niederlage gegen den Mitfavoriten Andreas Gwerder einstecken. Trotzdem war Kammermann zufrieden wie auch Bernhard Götsch, der mit dem überraschenden neunten Rang die zweite Auszeichnung für die Limmattaler erkämpfte. Die gute Platzierung erreichte Götsch dank eines furiosen Endspurts mit zwei sehenswerten Siegen.

Zur positiven Mannschaftsbilanz trug auch der 18-jährige Stadtzürcher Daniel Wettstein bei, der die Auszeichnung nur um einen Viertelpunkt verpasste.

Den Tagessieg sicherte sich Markus Schläpfer aus Niederbüren. Der Gast vom Appenzeller Schwingerverband gewann den Schlussgang gegen Mario Schneider nach genau fünf Minuten mit Kniestich auf den Rücken. Schläpfer nahm Siegermuni «Poldi» in Empfang.