Schwingen
Kammermann und 27 Eidgenossen im Sägemehl

Das Schwägalp-Schwinget zählt dank etlichen Spitzenschwingern und einem enormen Publikumsinteresse zu den Höhepunkten. Für die Limmattaler steigt Thomas Kammermann ins Sägemehl.

Bruno Auf der Maur
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Thomas Kammermann.

Thomas Kammermann.

bda

Das Schwägalp-Schwinget zählt neben Brünig, Rigi, Stoos, Schwarzsee und Weissenstein zu den sechs Bergschwingfesten, bei denen Kränze abgegeben werden. In den letzten Jahren mauserte sich der Traditionsanlass auf der Schwägalp zu einem der wichtigsten Schwingfeste überhaupt. Speziell in diesem Jahr trifft dies besonders zu.

Die Tatsache, dass die Gastgeber aus der Nordostschweiz, aber auch die Gäste aus dem Kanton Bern und der Innerschweiz mit der gesamten Elite vertreten sind, wirkt als eigentlicher Publikumsmagnet. Die Organisatoren erwarten über 10000 Zuschauer.

Nur der König fehlt

Durch die Beschränkung der Teilnehmerzahl auf insgesamt 90 Schwinger (15 Berner, 15 Innerschweizer und 60 Nordostschweizer) ist ein hochkarätiges Teilnehmerfeld garantiert. Mit 27 eidgenössischen Kranzschwingern, darunter der Schwingerkönig von 2001 und dreifache Schwägalpsieger Arnold Forrer, Unspunnensieger Daniel Bösch, Saisondominator Matthias Sempach, Brünigsieger Christian Stucki sowie den Innerschweizer Leadern Adi Laimbacher und Andreas Ulrich bestreiten sämtliche Spitzenschwinger den Wettkampf, welche die laufende Saison geprägt haben. Der einzige prominente Abwesende ist der aktuelle Schwingerkönig Kilian Wenger, der wegen einer Ellbogenverletzung dieses Jahr keine Schwingfeste mehr bestreiten wird.

Kammermanns Ziel: Der Ausstich

Von den acht angemeldeten Zürcher Schwingern bestreitet Thomas Kammermann aus Zürich vom Schwingklub Glatt- und Limmattal den Wettkampf. Durch die starke Konkurrenz mit lauter Kranzschwingern wird es für den technisch versierten Sennenschwinger kaum für eine vordere Platzierung reichen. Der Leistungsausweis dieser Saison des 24-jährigen Maschinenbau-Studenten kann sich sehen lassen: Kammermann erkämpfte sich am Gibel- und Eschenbergschwinget die Auszeichnung und am Zürcher Kantonalen trumpfte er mit einem Kranzgewinn auf.

Die gute Serie wurde dann allerdings durch eine Rückenverletzung, die er sich am NOS-Schwingfest Ende Juni zuzog, unterbrochen. Nun scheint Kammermann wieder fit zu sein. Am letzten Sonntag verpasste er den Kranz am Schaffhauser Kantonalen nur knapp. Am Sonntag wird es für ihn in erster Linie darum gehen, die ersten vier Gänge zu überstehen, um sich für den Ausstich (5. und 6. Gang) zu qualifizieren. Vom Zürcher Schwingerverband hat Fabian Kindlimann aus Wald die grössten Chancen auf einen Kranzgewinn. Die Wettkämpfe beginnen um 8.30 Uhr.