Eishockey
Kabinenzauber und Keilereien

Im 3.-Liga-Spiel gegen Glarus konnte Urdorf mit Umstellungen, Glück und Überlegenheit die Auswärtspartie mit 4:3 für sich entscheiden.

Tirza gautschi
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Eric Kjellqvist und Urdorf erlebten ein Auf und Ab – am Ende gabs aber verdient die drei Punkte. Archiv/RAB

Eric Kjellqvist und Urdorf erlebten ein Auf und Ab – am Ende gabs aber verdient die drei Punkte. Archiv/RAB

Limmattaler Zeitung

«Natürlich ist man lieber Erster oder Zweiter und hat keine Sorgen – dafür können wir unsere Situation nutzen, um zu reifen», sagte Urdorf-Trainer Dani Hüni. Und genau das hat sein Team im Spiel gegen den Glarner EC getan. Überlegen haben die Limmattaler die ersten Minuten der Partie dominiert und gingen in der 15.Minute in Führung. «Wir waren zufrieden», so Hüni – und genau das war der verheerende Fehler. Der Gegner aus Glarus nutzte die Fahrlässigkeit gnadenlos aus und konnte mit seinem einfachen, aber effizienten Spiel den Puck im Powerplay zum Ausgleich versenken. Die Urdorfer waren «von der Rolle» und überstanden das nächste Drittel mit Glück aber torlos.

Der Wandel in der Kabine

Was auch immer Hünis Zauberworte gewesen waren – «wir haben darüber diskutiert, wie wichtig dieser Match für uns ist» –, sie zeigten durchschlagende Wirkung. Wie ausgewechselt starteten die Urdorfer in das letzte Drittel der Partie und hämmerten in der Zeitspanne von vier Minuten drei Tore ins Netz der Glarner zum 4:2-Spielstand. «Wir sind mit einem völlig neuen Team aus der Pause gekommen und hatten so wieder zu einem schnellen und präzisen Spiel gefunden», kommentierte Hüni die Phase. Die Gastgeber, welche das Spiel innert kurzer Zeit aus der Hand gegeben hatten, reagierten erst im letzten Moment mit einem Anschlusstor und setzten ab da an alles auf eine Karte. Den Torwart ausgewechselt und voller Euphorie stürmten sie nach vorne – und blieben erfolglos.

«Es war eine interessante Begegnung, doch in der Schlussphase wurde das Spiel der Glarner dann noch etwas gehässig», weist Hüni auf die voll besetzte Strafbank hin. Aber am Ende verbüssten beide Mannschaften stolze elf Zweiminutenstrafen.

«Sich nicht erst ins Spiel spielen, sondern von Anfang an Biss beweisen» ist der Leitsatz für die letzten zwei Partien der Saison. Wie das geht, muss laut Hüni jedes Teammitglied individuell spüren. «Man kann die Punkte zählen und von Spiel zu Spiel spielen oder langfristige Ziele verfolgen» – Hüni und seine Urdorfer tun beides ein wenig.