So jung und schon ganz wie die grossen Vorbilder. Trikots von Weltstars wie Ronaldo oder Messi sind an diesem Wochenende ein beliebtes Kleidungsstück der Nachwuchstalente der Region. Mit Dietikon, Schlieren, Urdorf und Engstringen ist das Limmattal gut vertreten beim diesjährigen Bolliger Cup in der Stadthalle Dietikon.

Mannschaftsvorstellung als erster Höhepunkt

Ein Highlight ist die Mannschaftsvorstellung: Mit verschiedenen Spots beleuchtet die Turnierleitung unter Adrian Matt die jungen Spieler. «Es freut die Kleinen, wenn sie ihren Namen ins Mikrofon sagen können und dabei bejubelt werden. Da leuchten die Augen», erzählt Matt. Seit sieben Jahren sorgt er mit seinem OK für ein gut organisiertes Fussballturnier. «Wir schauen, dass möglichst viele unserer Junioren eingebunden werden ins Geschehen. Für jeden ist etwas dabei, sei es als Speaker oder Schiedsrichter», erklärt der Turnierleiter. Es ist das grösste Turnier der Region neben jenem in Schlieren. Und das nicht ohne Grund. Wer schon so lange ein Turnier veranstaltet, kenne die meisten Trainer persönlich und daher habe man auch etwa zu 70 Prozent immer die gleichen Mannschaften dabei, weiss Matt.

Fortschritte bei Dietikons Junioren

Mit von der Partie ist auch wieder Dejan Petrovic mit seiner Truppe vom FC Dietikon a. Der seit 1986 tätige Nachwuchstrainer ist stolz auf sein Team und feilt an der Technik seiner Schützlinge. «Wir arbeiten an den Finessen, die meisten sind noch nicht einmal ein Jahr bei mir, doch sie machen Fortschritte», erzählt Petrovic. Als Prunkstück bezeichnet er seine Zweimann-Verteidigung. «Matteo und Arianid sind schon eineinhalb Jahre bei mir und das merkt man auch auf dem Platz», weiss Petrovic. «Talent ist aber nicht alles, man muss es formen», fügt er an. Die Atmosphäre am Bolliger Cup sage ihm sehr zu, denn er schätze den Einsatz der Organisatoren die regionalen Nachwuchsmannschaften zu unterstützen.

Dietiker Regisseur mit Doppelpack

Das Spiel der jungen Dietiker ist sehr filigran – insbesondere das des Regisseurs im Mittelfeld. «Cektar ist technisch schon sehr versiert für sein Alter. Er bringt den Ball ins Rollen und organisiert den Angriff», schwärmt Petrovic. Als hätte er das Lob des Trainers gehört, lässt der junge 12er des FCDa auch gleich Taten folgen. Und zwar mit einem Doppelpack gegen Lenzburg.

Starke Gruppenphase von Schlieren

Keinen Grund zu klagen, hat auch der FC Schlieren: Sie haben nur Siege eingefahren in der Gruppenphase. «Wir haben bis jetzt zwar alles gewonnen, aber die heikle Phase des Turniers kommt ja noch», meint der junge Assistenztrainer von Schlieren Florian Saluz. Die Viertelfinals sind also noch kein Grund zum Feiern, denn das Ziel ist der Pokal. Der grosse Pokal. «Champions-League-Grösse», um die Junioren des FC Schlieren zu zitieren. Am Ende waren die Dietiker mit ihrem 2. Platz dem Pokal am nächsten.