Triathlon

Jürg Mallepells Hawaii-Express ist erfolgreich angerollt

Jürg Mallepell ist wieder in Form.

Jürg Mallepell ist wieder in Form.

Im Herbst startet der Urdorfer Jürg Mallepell ein zweites Mal am Ironman Hawaii. Die Planung ist darauf ausgelegt. Den ersten Wettkampf der Saison in Rapperswil-Jona hat er in der Altersklasse 60 bis 64 gewonnen. Hier schildert er den Tag.

Mit der Hawaii-Quali in der Tasche, begann die Saisonvorbereitung relativ easy. Im Hinterkopf geisterte noch schwach die Verletzung aus dem letzten Jahr herum, somit war auch aus dieser Sicht keine Eile geboten.

Die Verletzung holte mich tatsächlich nochmals ein, und so war ich erst Mitte April in der Lage, mit einem vernünftigen Lauftraining zu beginnen. Schwimmen und Rad verlief nach meinen Vorstellungen, manchmal leicht korrigiert von Marie Theres.

Materialtechnisch konnte ich die Rad und Laufutensilien abhaken, lediglich mein Neopren näherte sich unerwartet schnell seinem Ablaufdatum. So waren in den letzten Tagen noch intensive Neo-Testschwimmen angesagt. Für mich selber ein wenig Überraschend, setzte sich die Schildkröte „Green Turtle“ gegen den klaren Favoriten „Sailfish“ durch. Marc Abler hat halt immer noch einen genialen „Green-Turtle-Arrow“ im Köcher ;-)

Der Start in die Saison verlief, wenn man nur das Resultat betrachtet, optimal. Sieg in meiner AK in Rapperswil, mit einer noch nie erreichten Schwimmzeit.

Da gab und gibt es nichts auszusetzen. Die Wendemarke bei ca. 900 m hätte gefühlsmässig zwar etwas früher kommen können, doch mein Speed war super und ich lag, in meiner Startgruppe, relativ komfortabel an dritter Stelle.

Komfortabel, weil ich den Wasserschatten meines Vordermannes halten konnte. Auf der zweiten Hälfte schwammen wir dann in die vor uns gestartete Gruppe hinein, und vorbei war es mit den langen kraftvollen Zügen.

Wendigkeit und schnelles Reagieren war nun angesagt, denn dauernd mussten nun „Brust und sonstige Schwimmer“ umschifft werden. Das kostete zusätzliche Kraft und vor allem, es brach den Rhythmus. Trotzdem, das Schwimmen verlief optimal, (27:18 Min) und ich kam mit Reto Schawalder an dritter Stelle zum Schwimmausstieg.

Die Radstrecke in Rappi ist eigentlich gar nicht auf meine Fähigkeiten abgestimmt. Ich liebe es, in der Aeroposition mit meinem P4, im Wettkampftrimm mit Scheibenrad, Tempo zu bolzen.

Die vielen Aufstiege in Rappi mit kommen mir daher gar nicht entgegen. Doch für Gedanken an Umstände/Schiedsrichter, die ich nicht beeinflussen kann, wollte und konnte ich keine Kraft verschleudern. Trotz vielen Widerwärtigkeiten, die Abfahrten, mit dem lauten „Bollen“ des Scheibenrades, entlockte mir doch das eine oder andere zufriedene Schmunzeln.

Das Laufen ging ich bewusst langsam an, ich wollte zuerst testen, wie sich meine Beine anfühlten. Trainingsmässig habe ich da noch Potenzial nach oben. Das erfreuliche, ich konnte den Halbmarathon ohne Probleme durchlaufen, die Zeit war nebensächlich. Wichtig, ich habe nur einen normalen Muskelkater und kann, nach ein zwei Tagen Erholung,, das Lauftraining wieder aufnehmen.

Was ich von Rappi mitnehme ist; der Rad-Split ist wirklich erst vorbei, wenn man aus der Wechselzohne auf die Laufstrecke einbiegt…..

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