Fussball
Jubel nach Penalty-Krimi: Dietiker Cupsieg als Befreiungsschlag

Die A-Junioren des FC Dietikon gewinnen den Zürcher Cup-Final gegen Höngg mit 7:6 nach Elfmeterschiessen. Der Gegner dezimierte sich selbst mit einer unnötigen Jubelaktion.

Chantal Fimian
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Zürcher Cupsieg für Dietikon
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FCD mit Pokal und Trainer Domo Karadza (hinten, oben).
FCD Captain Marajn Jelec (oben) mit 2:2-Skorer Erik Stara.
FCD Goalie Mario Devcic im Penaltyschiessen.
Mario Pandza (FCD 7:6 Skorer im Penaltyschiessen, rechts) gegen Carim Aghrabi.
Gefoult: FCD Captain Marjan Jelec.
Enis Ademovic (FCD), Skorer zum 1:2 gegen zwei Höngger.

Zürcher Cupsieg für Dietikon

Otto Lüscher

Die Freude kannte keine Grenzen, als der Dietiker Mario Pandza den entscheidenden Penalty vor 250 Zuschauern trocken ins obere Eck verwandelte. Nach einer missglückten Saison in der Coca-Cola Junior League (CCJL) und dem Abstieg in die Stärkeklasse A-Promotion ist dieser Cup-Sieg ein Befreiungsschlag. Doch geschenkt wurde den Dietikern der Titel im Finalspiel gegen den SV Höngg, der den Aufstieg in die CCJL geschafft hat, nicht. Im Gegenteil – lange sah es nach einem Sieg des Unterklassigen aus. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, in der die Dietiker das Spiel dominierten, gingen die Höngger innert zwei Minuten mit 2:0 in Führung (53./54.). Der K.-o.-Schlag für den FCD? Mitnichten.

Strafe für Jubelaktion

Da ihre Gegner ab der 54. Minute – nach einer unnötigen Jubelaktion – mit einem Mann weniger agieren mussten, fanden die Limmattaler zurück ins Spiel. Flügelspieler Andreas Jurich (70.) und die hängende Spitze Erik Stara (72.) glichen das Spiel mit ihren sehenswerten Treffern aus. Im anschliessenden Penaltyschiessen hatten die Dietiker das glücklichere Händchen und gewannen – gemessen an den Spielanteilen – verdient mit 7:6. «Ein 0:2-Rückstand ist schwierig aufzuholen. Miteinander haben wir es aber geschafft und im Penaltyschiessen brauchte es natürlich das notwendige Glück», sagte der sichtlich befreite Trainer Domo Karadza.

Ohne Top-Skorer

Obwohl der FCD ohne seinen Top-Skorer Nebojsa Cvijanovic (elf Tore in elf Spielen) und weiteren verletzungsbedingten Ausfällen antreten musste, holt er den Titel ins Limmattal. Mit Personalsorgen hatten die A-Junioren bereits über die ganze Saison hinweg zu kämpfen, weshalb der Abstieg in die Stärkeklasse A-Promotion nicht mehr abzuwenden war. «Es lag nicht am Verein oder an mir. Wir hatten einfach ein riesiges Verletzungspech», blickt Karadza auf die vergangene Spielzeit zurück. Auf das Saisonhighlight, den Cup-Final, hat der Coach rechtzeitig auf Hilfe aus der B-Juniorenmannschaft und der erfolgreichen ersten Mannschaft zählen können: «Das war auch nötig. In den letzten vier Meisterschaftsspielen mussten wir mit zehn bis elf Spielern auskommen. Es war aber nicht schwierig, die Spieler für den Cup-Fight zu motivieren.»

Ziel: Wiederaufstieg

Zwei Jahren lang spielte das A-Juniorenteam in der Coca-Cola Junior League. Entmutigen lässt sich Coach Karadza trotz des Abstiegs nicht: «Wir müssen nun von vorne beginnen und uns durchkämpfen. Unser Ziel ist natürlich der direkte Wiederaufstieg.» Um dies zu erreichen, wird die gesamte Mannschaft neu aufgebaut. Sämtliche A-Junioren werden nun altershalber in eine Aktiv-Mannschaft wechseln müssen. Für starken Nachwuchs ist aber bereits gesorgt. Denn auch die C- und B-Junioren des FC Dietikon, die in die A-Kategorie wechseln werden, messen sich seit Jahren in der höchsten regionalen Liga und sind in ihren jeweiligen Stufen vorne dabei.