Fussball
Ivelj zieht die Zügel an: Dietikon vor dem Rückrundenstart

Der FC Dietikon hat die Vorbereitung auf die 1.-Liga-Rückrunde begonnen. Das Kader blieb grösstenteils zusammen, dennoch sieht Trainer Goran Ivelj vor allem in der Innenverteidigung Steigerungspotential.

Raphael Biermayr
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Dietikons Trainer Goran Ivelj (vorne) will ab kommender Saison viermal wöchentlich trainieren.

Dietikons Trainer Goran Ivelj (vorne) will ab kommender Saison viermal wöchentlich trainieren.

Raphael Biermayr

Goran Ivelj war diese Woche noch etwas verschnupft. Nicht aus Gründen, die mit dem FC Dietikon zusammenhängen, sondern infolge einer Grippe, die die Familie des Dietiker Trainers lahmgelegt hatte. Neben Ivelj ist auch Naim Haziri nicht fit in die Vorbereitung eingestiegen. Der Captain fiel fast die gesamte Vorrunde wegen einer Fussverletzung (ein Match ausserdem infolge einer Sperre) aus, und muss die nächsten drei Wochen weiterhin pausieren. Ein Spezialschuh soll den Heilungsprozess steigern.

Von Haziri abgesehen sind alle Verbliebenen an Bord, die noch im Kader sind: Anthony Gullo wechselt zu Zweitligist Schlieren (siehe separaten Artikel), der Vertrag mit Samir Kozarac wurde aufgelöst. Dies, nachdem der Routinier im Herbst zum wiederholten Mal wegen Unbeherrschtheit vom Platz gestellt worden war, was der Vorstand nicht mehr tolerierte.

Noch offen ist die Zukunft von André Sisic und Ivan Medakovic, die wegen einer Weiterbildung beziehungsweise aus beruflichen Gründen voraussichtlich nicht mehr regelmässig trainieren können. Im Fall von Anis Benbiri strebt Trainer Ivelj ein Leihgeschäft an, damit der Flügelspieler in der Rückrunde woanders regelmässig zum Spielen kommt. Aus dem Umfeld des Spielers ist hingegen zu vernehmen, dass er den Verein ganz verlassen will.

Grosser Wunschzettel

Unabhängig der offenen Komponenten hat Ivelj Handlungsbedarf ausgemacht und eine Liste mit potenziellen Zuzügen zusammengestellt. Es liegt an Sportchef Pietro Iellamo, die Wünsche seines Trainers mit dem zur Verfügung stehenden Budget in Einklang zu bringen. Dieses lässt nach der Trennung von Kozarac etwas mehr Spielraum zu. Auf der Liste finden sich weiterhin die Namen der ehemaligen Thalwiler Ardian Laski und und Alessio D'Angelo.

Ivelj spricht gegenwärtig von Verstärkungen in der Innenverteidigung, der Aussenverteidigung und auf den Flügeln. Gut möglich, dass eine weitere temporäre Rückkehr von Innenverteidiger Mario Pandza aus Kroatien zum Thema wird. Konkretes ist noch nichts zu vernehmen, es gilt das bekannte Motto: «Solange nichts unterschrieben ist, ist nichts offiziell.»

Ein weiter Weg

Was hingegen feststeht: Ivelj will den Konkurrenzkampf befeuern, wozu er vornehmlich junge, hungrige Akteure verpflichten wolle. «Ich will Erfolg», bringt er seine Antriebsgründe auf einen einfachen Nenner. Das bedeutet kurzfristig eine Steigerung der Ausbeute in der zweiten Saisonphase. In den 13 Matches bislang holte der Aufsteiger 14 Punkte, womit er nur zwei Zähler vor einem Abstiegsplatz liegt.

Die Steigerung der Trainingsintensität ist nach der Vorstellung Iveljs eine Vorstufe zum nächsten Ziel: der Erhöhung des Trainingsumfangs auf vier Einheiten wöchentlich. Das fasst der Trainer auf die nächste Saison hin ins Auge.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Morgen nehmen die Limmattaler im solothurnischen Zuchwil erst einmal an einem Hallenturnier statt. Im Spielplan sind sie fälschlicherweise als Team aus der 2. Liga interregional geführt. Goran Ivelj wird alles dafür tun, dass diese Klassierung nicht der Wahrheit entsprechen wird.

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