Fussball
In Schlieren trafen zwei Welten aufeinander

Die Schlieremerinnen gehen zu Hause gegen den FC Basel in der Nationalliga A sang- und klanglos unter. Es waren zwei verschiedene Welten, die aufeinander trafen: Einerseits der Aufsteiger und andererseits eine Gruppe topfitter Spielerinnen.

Maila Bermejo
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Schlieren (hier Lea Willauer) ging gegen den FC Basel sang- und klanglos unter

Schlieren (hier Lea Willauer) ging gegen den FC Basel sang- und klanglos unter

Auf der einen Seite der Aufsteiger FC Schlieren, der in der aktuellen Saison nicht wirklich auf Touren kommt und noch auf der Suche nach seiner Form ist. Auf der anderen Seite die Baslerinnen: eine Armada von topfitten Spielerinnen, die sich dank Spitzentrainerin Susanne Gubler (Ex FCZ) und einer kräftigen Finanzspritze unaufhaltsam in Richtung Tabellenspitze bewegen.

Im Minutentakt unterstrichen die Baslerinnen ihre Ambitionen

Nach den ersten Minuten, in denen Schlieren noch so etwas wie mitspielte, nahmen denn auch die Gäste das Heft in die Hand. Im Minutentakt zeigten die Baslerinnen, dass ihr Streben nach dem Meistertitel keine leeren Worthülsen sind: Trickreiche Einzelaktionen wechselten sich mit schönen Zusammenspielen und gezielten Schüssen aufs Tor ab. Es war FCS-Goalie Pascale Küffer zu verdanken, dass Schlieren nicht schon in den ersten Spielminuten in Rückstand geriet. Bei den Limmattalerinnen stimmte überhaupt nichts – ausser der Kampfgeist. Doch damit kann nicht immer alles wettgemacht werden. Vor allem nicht, wenn der Gegner FC Basel heisst. So kam es, wie es kommen musste: Nationalspielerin Jehona Mehmeti und Sandra Kälin verwerteten in der 20. und in der 22. Minute zur Doppelführung. Schlierens beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte Melina Scodeller in der 32. Minute, doch der Ball flog knapp über den Kasten. Besser machte es Mehmeti kurz vor dem Pausenpfiff; ihr flach getretener Freistoss fand ungehindert seinen Weg ins Tor von Küffer.

Ehrentreffer in der letzten Minute

Je länger die Partie dauerte, umso mehr wurden die Unterschiede zwischen den beiden Teams sichtbar: Basel war immer einen oder auch mehrere Schritte schneller, während bei den Schlieremerinnen mit der Kraft auch die Technik und die Taktik schwanden. Die Konsequenz davon: Basel: 8 Tore, Schlieren: 0. Bis kurz vor Schluss, als Scodeller auf Pass von Alina Grüter abschloss und Carina Roscic den Abpraller zum Ehrentreffer für Schlieren verwertete.

«Der Doppelschlag von Basel am Anfang der Partie hat den Spielerinnen mental den Rest gegeben», analysierte FCS-Trainerin Monica Di Fonzo nach dem Spiel. Am Sonntag können ihre Schützlinge im Cup-Match gegen das NLB-Team aus Malters (16.00 Uhr in Malters) wieder Selbstvertrauen tanken.