Handball
In einem Jahr vom Auf- zum Abstiegskandidaten

Nach der erfolgreichen vergangenen Saison passt bei den Reserven des HC Dietikon-Urdorf aktuell nicht viel zusammen in der 2. Liga. Trainer Peach Rusert erklärt, warum.

Kathrin Aerni
Merken
Drucken
Teilen
2.-Liga-Handball: Dietikon-Urdorf - Uster
7 Bilder
Tobias Schoch wird scheitern
Peach Rusert erklärt die Taktik
Francesco Biffiger trifft
Tobias Schoch wird angegangen
Pascal Imhof tankt sich durch
Ein umkämpftes Spiel

2.-Liga-Handball: Dietikon-Urdorf - Uster

Roland Jaus

Beim jüngsten Auftritt gegen den TV Uster durfte der HC Dietikon-Urdorf nur mit der Leistung in der ersten Halbzeit zufrieden sein. Trotz Abwesenheit von zwei ihrer besten Torschützen (Rinaldo Ruffiner und Tobias Zatti) lagen die Limmattaler bei Spielhälfte 15:14 in Führung.

Doch danach steigerten sich die Gäste merklich, während der HCDU nicht mehr zulegen konnte. Am Ende resultierte eine 23:28-Niederlage. Spielertrainer Peach Rusert übte nach der Niederlage Kritik an seinen Spielern. «Wir haben den Gästen mit Fehlpässen im Angriff zu viele Geschenke gemacht», lautete sein Fazit.

Die Rechnung

Die passt ins Bild einer missratenen Spielzeit. Vor einem Jahr erreichten die Limmattaler noch die Finalrunde - diesmal droht sogar der Abstieg. Noch verbleiben sieben Spiele. «Wir müssen mindestens zwei gewinnen, um auf der sicheren Seite zu sein», analysiert Trainer Rusert die Lage.

Die Gründe für die Baisse sieht er in den Verletzungen sowie der engeren Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft. Denn das Ziel sei es, so erklärt Rusert, dass das erste Team mit den besten Spielern antreten könne, und so den Verbleib in der 1. Liga schaffen. «Wir müssen immer wieder die besten Spieler abgeben, denn Priorität hat nun einmal die erste Mannschaft. Wir müssen von Saison zu Saison schauen», erklärt der Trainer.

Spicher als Hoffnungsträger

Ein Trost zumindest bleibt Rusert: Mit dem früheren Biel-Spieler Pascal Spicher weiss er seit kurzem einen vielversprechenden Neuzugang in den eigenen Reihen. Seit dieser Saison werden die HCDU-Reserven als Spielgemeinschaft geführt. Dabei herrscht keine echte Kooperation mit einem anderen Verein vor.

Es handelt sich dabei vielmehr um einen Winkelzug, wie er im Handball gang und gäbe ist: Falls das Fanionteam absteigen würde, könnte man zwei 2.-Liga-Equipen stellen.