Unihockey Limmattal

Im Playoff-Viertelfinal wollen sie unbekümmert aufspielen

Ob Dario Küng (links) und seine Kollegen auch morgen gegen Herisau Tore bejubeln dürfen, wie hier in der Partie gegen die Rheintal Gators Widnau? msu

Ob Dario Küng (links) und seine Kollegen auch morgen gegen Herisau Tore bejubeln dürfen, wie hier in der Partie gegen die Rheintal Gators Widnau? msu

Unihockey Im Playoff-Viertelfinal gegen Herisau rechnet sich Aufsteiger Unihockey Limmattal gute Chancen aus

Jetzt beginnt die heisse Phase für Unihockey Limmattal. Morgen Abend bestreitet der Erstligist sein erstes von mindestens drei Playoff-Spielen. Die viertplatzierten Limmattaler treffen dabei in der ersten Runde auf den UHC Herisau, der sich in der Schlusstabelle auf Rang 5 klassiert hat. Eine Begegnung, die Spannung verspricht, denn die beiden Partien in der regulären Saison gingen jeweils äusserst knapp aus. Sein Heimspiel hat Unihockey Limmattal gegen die Ostschweizer mit 5:3 gewonnen, auswärts jedoch mit 8:9 nach Verlängerung verloren. Eine Niederlage, die Trainer Michael Hunziker noch nicht vergessen hat. «Wir sinnen auf Revanche», sagt er mit kämpferischem Unterton.

Auch wegen des knappen Resultats beim letzten Aufeinandertreffen ist Hunziker nicht unzufrieden, dass seine Schützlinge gegen Herisau spielen. Denn er weiss: Es gibt Mannschaften, die seinem Team weniger liegen als die Ostschweizer. Dazu gehört Pfannenstiel Egg, gegen das die Limmattaler im Rückspiel eine 3:8-Klatsche kassiert haben. «Die Egger schätze ich sehr stark ein», sagt Hunziker. Allerdings sei es letztlich egal, gegen welchen Gegner man spiele, denn man müsse jeden schlagen können. Und auch die Serie gegen Herisau werde kein Selbstläufer: «Wir müssen auch aufpassen, da wir im Rückspiel in kurzer Zeit fünf Gegentreffer einstecken mussten.»

Dennoch ist Hunziker sehr zuversichtlich, was die Serie gegen Herisau anbelangt. Ein Grund dafür ist, ist das Heimrecht, das Unihockey Limmattal hat und damit das erste, so wichtige Spiel vor eigenem Publikum bestreiten kann. «Wir wissen, dass wir zu Hause in der Zentrumshalle in Urdorf stark sind», erklärt Hunziker. .

Umstellung der Blöcke

Ein weiterer Grund, dass die Limmattaler optimistisch ins Playoff-Duell gegen Herisau gehen, ist die Umstellung der Blöcke, mit der Hunziker im letzten Spiel der regulären Saison gegen die Nesslau Sharks experimentiert hat. «Ich habe in jedem Block eine Änderung vorgenommen», sagt er. «Das ist voll aufgegangen.» Gleich mit 9:4 haben die Limmattaler die Sharks auswärts besiegt. Daher will Hunziker die Umstellungen auch gegen Herisau beibehalten, ganz nach dem Motto: «Never change a winning team».

Und ein letzter, aber nicht unwichtiger Grund für ein mögliches Weiterkommen gegen Herisau liegt in der Tatsache, dass die Limmattaler als Aufsteiger schlicht nichts zu verlieren haben. «Wir sind jetzt schon total zufrieden mit der bisherigen Saison, die einfach geil war», schwärmt Hunziker. «Alles, was jetzt kommt, ist Zugabe. Wir können unbekümmert aufspielen.» Entsprechend sei auch die Stimmung im Team.

Von Anspannung ist bei Hunziker also keine Spur, im Gegenteil. Er geniesst die Vorfreude auf die heisseste Phase der Saison. «Es gibt nichts Cooleres, als in den Playoffs zu stehen», sagt Hunziker. Daher versuche er, seinen Spielern gegenüber nicht zu ernsthaft aufzutreten, sondern locker zu bleiben – das, was die Limmattaler schon die ganze Saison hindurch ausgezeichnet hat. Dazu passt auch, dass Hunziker allen Spielern im Kader, auch den Ersatzspielern, Gelegenheit geben will, in den Playoffs zu Einsatzzeit zu kommen. «Es ist mein Ziel, möglichst alle spielen zu lassen und mit drei Blöcken anzutreten, denn alle haben es verdient, in den Playoffs zum Zug zu kommen.»

So weit wie möglich

Dabei sein ist für die Limmattaler also alles, könnte man meinen. Doch Hunziker macht sich durchaus Gedanken für den Fall, dass er und sein Team auch in den Playoffs für Furore sorgen. «Wir würden natürlich schon gerne so weit wie möglich kommen», gibt Hunziker zu.

Im Idealfall bis in den Playoff-Final. Sollten die Limmattaler das schaffen und diesen gewinnen, könnten sie gegen ein Nationalliga-B-Team um den Aufstieg spielen. «Das wäre natürlich total geil», ruft Hunziker aus und fügt hinzu: «Wir können jeden Gegner schlagen.»

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