Laufsport
«Ich muss nicht siegen, um zufrieden zu sein»

Der neunjährige Elia Triaca und seine Schwester Sanna sind begeisterte Laufsportler des STV Dietikon. Wie schon die letzten Jahre traten sie beide am Neujahrslauf an und konnten sich einmal mehr Toprangierungen verschaffen.

Jörg Greb
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Das erfolgreiche Geschwisterpaar Elia und Sanna Triaca.

Das erfolgreiche Geschwisterpaar Elia und Sanna Triaca.

Jörg Greb

Ein Sieger siegt nicht immer. Dies feststellen musste Elia Triaca. Der Neunjährige aber freute sich auch über den dritten Rang. Schliesslich war die Konkurrenz an der Spitze bekannt stark, und schliesslich landete er seine beiden Kategoriensiege letztes und vorvorletztes Jahr in Dietikon als er dem älteren Jahrgang angehörte. «Ich muss nicht siegen, um zufrieden zu sein», sagte Dietiker im Ziel und gratulierte seinen Widersachern – den schnelleren und langsameren.

Für Elia Triaca stellt der Neujahrslauf so etwas wie eine Tradition dar – wie auch der Zürcher Silvesterlauf zum Jahresabschluss. Für ihn sind das Laufen und die Leichtathletik zu einer Passion geworden und er gehört dem STV Dietikon an. Einmal die Woche besucht er das Training.

Dasselbe trifft auch auf die zwei Jahre jüngere Schwester Sanna zu. Und auch für sie hat der Neujahrslauf eine Bedeutung erlangt. Zum dritten Mal war sie dabei. Mit dem vierten Rang verpasste sie das Podest, das sie letztes Jahr bei den Piccolas noch besteigen durfte. «Ein tolles Ergebnis», sagte sie und liess durchblicken, dass ihr der Rang nicht wirklich von Bedeutung ist.

Schüler-Boom aus Dietikon

Diese Haltung brachte ein Grossteil der Schülerinnen und Schülern aus Dietikon mit. Um höchst erstaunliche 420 handelte es sich – was in etwa einer Verdoppelung der letztjährigen Zahl entspricht. Massgeblich zurückzuführen ist dieser Boom auf den Einsatz der x-fachen Schweizer-Leichtahtletikmeisterin Arlette Meier-Hunger. Als Mitorganisatorin sucht die Dietikerin, die an der Oberstufe Sport unterrichtet, in den Wochen vor dem Neujahrslauf jede Schule der Stadt auf. Das ist nicht neu, hat sie auch schon letztes Jahr getan.

Eine mögliche Erklärung für den Zuspruch unter liefert das Flyerdrucken. Und motivierend wirkt zudem der Klassenpreis, der ausgeschrieben ist. Diese 500 Franken gewinnt diejenige Klasse, welche mit dem höchsten Anteil ihrer Gesamtschülerzahl klassiert ist. Die Animation widerspiegelt sich in der Anmeldestatistik.

Mit gut einem Drittel an Schülern ist die Jugend am Neujahrslauf im Vergleich zu andern Schweizer Läufen überproportional vertreten. Insgesamt klassierten sich in diesem Jahr beim Neujahrslauf 1628 – «eine sensationelle Zahl», so die Organisatoren. Die Steigerung um rund 250 lässt sich vor allem auf den Zuspruch bei den Schülern zurückführen.