Handball

HCDU nach Auftaktniederlage kurz vor dem Abstieg

Luzi Tiefenauers zwei Tore in den Schlussminuten kamen zu spät.

Luzi Tiefenauers zwei Tore in den Schlussminuten kamen zu spät.

Den Handballern des HC Dietikon-Urdorf droht der Abstieg aus der 1. Liga so deutlich wie nie zuvor. Zum Auftakt der Abstiegsrunde setzte es beim BSV Bern eine 23:24-Niederlage ab. Weitere Niederlagen in den verbleibenden vier Partien sind verboten.

Die Limmattaler Handballer verlieren das Auftaktspiel der 1.-Liga-Abstiegsrunde gegen Bern-Muri in Gümligen mit 23:24 (11:11). «Es war einfach ein Goal zu wenig», fasste Spielertrainer Claude Bruggmann nach der Partie kurz und knapp zusammen. Ein Sieg zum Auftakt wäre durchaus machbar gewesen, denn die Zuversicht im Vorfeld war gross. Die HCDU-Handballer trainierten seriös, es gab keine Unruhe, und die Stimmung im Team war dank der gestiegenen Trainingspräsenz besser als je zuvor.

Dennoch machte Personalmangel den Limmattalern im Spiel gegen Bern-Muri einen Strich durch die Rechnung: Es fehlten Routinier Philipp Wallisch, der es wegen seiner Geschäftsreise nach China trotz geplanter Landung in Zürich am Samstagmorgen doch nicht rechtzeitig zum Anpfiff in die Hauptstadt geschafft hat, Marco Meier, der sich einen Kieferbruch zugezogen hat und Christian Hilkinger, der zurzeit in Deutschland seine Hochzeit feiert. Remo Casanova aus der zweiten Mannschaft, den Bruggmann für das gestrige Spiel aufbieten wollte, konnte wegen einer Verletzung ebenfalls nicht zu Hilfe eilen – und wird auch in der heutigen 2.-Liga-Aufstiegsrunde der zweiten Mannschaft fehlen.

Die Limmattaler kämpften trotz der Absenz von drei Stammspielern bis zur letzten Sekunde. Tarek Grendelmeier sorgte gleich im ersten Angriff für das erste Tor des Abends. Zwischen der achten und 15. Minute war für Dietikon-Urdorf «Penalty-Zeit» angesagt: Tormaschine Daniel Imhof brachte gleich drei davon erfolgreich ins Ziel. Luzi Tiefenauer und Guitton doppelten kurz darauf nach und brachten das Team in der 17. Minute sogar mit 8:5 in Führung. Die Berner reagierten und starteten mit Topskorer Patrick Gehri die Aufholjagd. 11:11 hiess es nach der ersten Halbzeit.

Nach der Pause brillierte das Heimteam mit einer starken Offensive, acht Minuten nach Anpfiff hiess es bereits 16:13 für die Berner. Die Limmattaler versuchten mit ihrem Kollektiv den Rückstand aufzuholen; Grendelmeier, Ricardo Rüegg, Bruggmann und Guitton sorgten für die nächsten Tore. Elf Minuten vor Spielende schoss Thomas Wüthrich den HCDU mit 20:19 – zum ersten und letzten Mal in der zweiten Halbzeit – in Führung. Mit der Unterstützung des Heimpublikums wurden die Berner jedoch stärker, trafen, konterten und konnten letztlich den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff halten – daran konnten auch die beiden Treffer von Tiefenauer in den letzten zwei Minuten nichts mehr ändern.

Mit der 23:24-Niederlage von gestern Abend steht den Limmattalern nun beim ersten Heimspiel der Abstiegsrunde am 21. April bereits das Messer am Hals: «Gegen Liestal muss ein Sieg her, egal wie», sagt Daniel Imhof. Trotz Personalmangel und Niederlage sei die Stimmung nicht gedrückt, und «ich fühle mich fit und habe wieder Spass am Handball», meinte Guitton mit einiger Zuversicht. Für die HCDU-Handballer heisst es in den nächsten zwei Wochen Nerven bewahren, gut trainieren und Kräfte sammeln, damit sie endlich ihre wahre Stärke zeigen können.

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