Die Statistik zeigt es, bisher verlief die Saison der HCDU-Frauen wie am Schnürchen. Das Team unter Trainer Peach Rusert hat in den bisher 16 Meisterschaftsspielen nur gerade eine Niederlage und ein Unentschieden hinnehmen müssen und führt die Tabelle uneinholbar mit neun Punkten Vorsprung auf den HC Rümlang-Oberglatt an. Im Zürcher Cup ist Dietikon-Urdorf bisher nicht zu bezwingen gewesen. Morgen (20.30 Uhr, Stadthalle, Dietikon) steht nun das Halbfinalspiel gegen Zürisee an, bei dem HCDU-Trainer Rusert vom besten Fall ausgeht: «Gegen Zürisee hatten wir bisher wenig Probleme.» Das untermauert die Statistik ebenfalls: Aus der letzten Begegnung resultierte ein 30:19-Sieg.

Der Ritt auf der Erfolgswelle kommt nicht von ungefähr. Mit Neuzugängen vom Erstligisten Wohlen rüstete sich das Team zum Angriff auf den angepeilten Aufstieg in die 1. Liga, wo die Limmattalerinnen zuletzt vor zehn Jahren waren. Dank der Erfolge im Championat sind sie bereits gesetzter Teilnehmer im überregionalen Aufstiegsturnier, das in drei Wochen stattfinden wird. Die Chancen auf die Promotion sind sehr gut: Da die 1. Liga aufgestockt wird, steigen vier statt drei Mannschaften auf. Rusert rechnet seinem Team eine 50:50-Chance aus.

Grössere Herausforderung

Falls die HCDU-Frauen tatsächlich zum ersten Mal seit 2004/05 wieder eine 1.-Liga-Mannschaft stellen werden, wird das viele Veränderungen darstellen. Trainer Rusert ist selbst gespannt: «Ich selbst weiss, wie der Hase dort läuft. Doch vor allem für die Jungen würde das eine grosse Herausforderung darstellen.» Dazu kommt, dass die 1. Liga heute nicht mehr dieselbe ist wie vor zehn Jahren. Heute ist sie national und nicht mehr nur regional, somit ist der Level gegenüber früher noch einmal gestiegen und der Unterschied zur 2. Liga grösser geworden. Deshalb ist es umso wertvoller für den HCDU, erfahrene Teamkolleginnen mit dabei zu haben, die Spielpraxis aus der oberen Klasse mitbringen. Dazu kommen junge Talente wie beispielsweise Bettina Rappo, die zur Mischung beiträgt, die den HCDU zurzeit schier unschlagbar macht. «Wir sind individuell sehr stark besetzt», ergänzt Trainer Rusert.

Im Zugwind der starken ersten Mannschaft kann – respektive will – wohl auch die zweite Equipe aufsteigen. Die plauschorientierte Truppe um ehemalige Nationalliga-Spielerinnen steht in der 3. Liga kurz vor dem Gruppensieg. «Ich denke, dass sie das schaffen werden», sagt Rusert, «am schönsten wäre es natürlich, wenn der HCDU nächste Saison ein 1.- und ein 2.-Liga-Team stellen könnte.»

Doch bevor diese Entscheidung fällt, steht der ersten Mannschaft zuerst wohl der Cupfinal bevor. Bereits im vergangenen Jahr gewannen die Limmattalerinnen die Trophäe – im Final gegen Zürisee. «Den Cup zu gewinnen und somit nächstes Jahr sicher im Schweizer Cup dabei zu sein, wäre natürlich toll. Der Final, den wir mit höchster Wahrscheinlichkeit erreichen, dient uns auch gut als Hauptprobe für das Aufstiegsturnier, das eine höhere Priorität geniesst.»