Handball
HC Dietikon-Urdorf verliert gegen TV Pratteln NS trotz Schlussoffensive

Das in der Schlussviertelstunde gezündete Feuerwerk reicht für den HC Dietikon-Urdorf nicht aus, um den TV Pratteln NS in die Knie zu zwingen. Im Freitagabendspiel verliert er mit 34:30.

Merken
Drucken
Teilen
Francesco Biffiger (7) erzielte neun Tore bei der HCDU-Niederlage.

Francesco Biffiger (7) erzielte neun Tore bei der HCDU-Niederlage.

Zur Verfügung gestellt

Offensiv begann der HCDU stark, die ersten vier Angriffe waren allesamt erfolgreich. Gleiches durfte aber auch der Gastgeber von sich behaupten. Die Prattler schossen sich anscheinend noch besser warm als die Gäste und erzielten in den ersten zehn Spielminuten sagenhafte neun Tore. Bei Dietikon-Urdorf waren es deren sieben. Auch das ist eigentlich ein starker Wert, doch die vielen Gegentreffer trügten die anfängliche Stärke in der Offensive.

Danach fand der TV Pratteln NS die Abstimmung in seiner Defensive und arbeitete besser mit Torhüter Rätz zusammen, sodass sich dieser mehrmals auszeichnen konnte. Mit schnellen Kontern überliefen die Gastgeber die Limmattaler einige Male und kamen so auch noch zu sogenannten einfachen Toren. Aber auch die Schüsse aus der zweiten Reihe fanden den Weg ins Tor zu oft, die Torhüter der Gäste zeigten nicht ihre beste Halbzeit. So war der Pausenrückstand von 12:18 aus Sicht des HCDU verdient und es musste eine deutliche Steigerung her, wenn man noch gewinnen wollte.

Taktik umgestellt

Die Devise war klar, man sollte Tor für Tor aufholen und so den TV Pratteln NS noch abfangen. Die Einstellung stimmte, nicht aber die Leistung. Mit vielen Fehlpässen und technischen Fehlern wuchs der Rückstand sogar noch an, eine Viertelstunde vor Schluss war das Spiel scheinbar gelaufen, Pratteln führte deutlich mit 24:16.

Trainer Sedlacek ordnete eine Umstellung in der Verteidigung an. Fortan wurde quasi "Schnappball" gespielt, alle sechs Feldspieler des Gegners sollten manngedeckt sein. Pratteln hatte damit seine liebe Mühe und produzierte technische Fehler und Fehlwürfde en masse. Schon fünf Minuten nach der Umstellung war Dietikon-Urdorf wieder einigermassen im Spiel, es stand nur noch 27:24 nach 50 Minuten. Dreieinhalb Minuten vor Schluss verkürzte Stefan Galli, der am Kreis einen schweren Stand hatte, auf 29:31. Das Spiel schien zu kippen, doch Pratteln behielt die Nerven. Zum Schluss kassierte der HCDU dann auch noch einige unnötigen Zeitstrafen, sodass man teilweise in dreifacher Unterzahl agieren musste. Pratteln holte sich den Sieg am Ende scheinbar ungefährdet (34:30), doch die Basler hatten gegen Ende des Spiels noch mehr Mühe, als ihnen lieb war.

Strichkampf neu entfacht

Der HCDU hat somit weiterhin 12 Punkte auf dem Konto, liegt nur knapp vor Muri und Pilatus. Auch Frick und Einsiedeln mischen nun wieder um die Plätze über dem Trennstrich mit, sie weisen acht resprektive zehn Punkte aus. Die nächsten vier Partien werden für die Limmattaler eminent wichtig, es geht immer gegen direkte Konkurrenten. Zuerst folgt am Samstag das Spiel gegen das schlusslicht aus Magden, danach ist Dagmersellen in Dietikon zu Gast. Eine Woche später reist die Limmattaler-Truppe nach Einsiedeln und dann nach Luzern zur SG Pilatus. Aus diesen vier Spielen müssten acht Punkte her, um weiter in Richtung Ligaerhalt zu marschieren.

Aufstellungen:

TV Pratteln NS: Rätz (1.-54.) / Aerni (ab 54.); M. Rickenbacher (3), Metzger (3), Dill (4), L. Rickenbacher (1), Billo, Bachmann (2), Knobel (3), Mesmer (12/3), Kuppelwieser (2), Fleig (2), Burgherr (1), Weisskopf (1).

HC Dietikon-Urdorf: Katicic (1.-10. und 30.-45.) / Crippa (10.-30. und ab 45.); Beltrami (2), Zürcher (2), Biffiger (9), Caprani (1), Galli (3), Burla (2), Tiefenauer (1), Grendelmeier (1), Wüthrich, Lohner, Affentranger (6), Polozani (3/3).