1. Liga
HC Dietikon-Urdorf verliert Anschluss ans Mittelfeld

Der HV Olten war gut - aber deswegen hat der HCDU nicht verloren. Der HCDU hat verloren, weil er es verpasste, das Heimteam in den entscheidenden Momenten in Bedrängnis bringen zu können. Schlussendlich verlieren die Limmattalerinnen mit 19:28.

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HCDU-Trainer Marco Wyttenbach redet auf seine Spielerinnen ein. (Archivbild)

HCDU-Trainer Marco Wyttenbach redet auf seine Spielerinnen ein. (Archivbild)

Otto Lüscher

Soviel vorweg: Einige Dinge waren auch sehr gut, beispielsweise konnten Yvonne Heierli und Steffi Dobitz am rechten Flügel und Sara Kijewski im Zusammenspiel am Kreis sehr gute Akzente setzen. Auch der Rest des Teams kämpfte, sodass es lange nach einem Punktgewinn roch. Die Spielerinnen feuerten sich gegenseitig ab der ersten bis zur letzten Minute an. Am Schluss reichte die Kraft nicht. In Momenten, in denen das Spiel zu Gunsten des HCDU hätte kippen können, fehlte eine Portion Glück oder es wurde etwas zu fahrlässig mit dem Ball umgegangen.

Das Spiel startete wie schon fast alle Spiele diese Saison mit einem Rückstand für den HCDU. Wie in jedem Spiel drehte der HCDU auf und konnte den Rückstand bis zur 10. Minute mit 5:3 in sehr engen Grenzen halten. Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für Olten. Spätestens dann wussten alle auf Seiten der Gäste, dass mit einer leichten Steigerung etwas drin liegen könnte. Die immer lauter atmenden Gastgeber konnten die anfängliche Dynamik nicht hoch genug halten, auch wenn sie bis zur 20. Minute den Vorsprung auf sechs Tore ausgebaut hatten.

Wieder unter dem Strich

Im Spiel in Gleichzahl waren seit Mitte der Halbzeit sogar Vorteile für den HCDU auszumachen. Die Verteidigung liess keine grossen Chancen zu, wenn auch ärgerliche Sonntagswürfe ab und an den Weg ins Tor fanden. Hauptsächliches Problem war der Angriff. Zu durchsichtig und ideenlos war das Spiel von links nach rechts, wenn auch der Ball mit viel Druck durch die Reihen lief. Konnte man das geistige Fliessband mal verlassen und ein Element spielen, ergab sich prompt eine sehr gute Chance daraus, welche oft zum Tor führte. Nur zu wenig oft. Der Rückstand von 10:14 zur Pause resultierte aufgrund verworfenen Siebenmetern und der einen oder anderen Chance, der man nachtrauerte.

Der HCDU glaubte aber an seine Chance und hielt nach der Pause dagegen. Die Gastgeber zeigten mehr und mehr ihre konditionellen Defizite, die der HCDU mit einfachen Gegenstosstoren ausnutzen konnte. Beim Stand von 18:14 lag das Kippen des Spiels in der Luft. Olten hatte sich eine kollektive Auszeit für fünf Minuten genommen und traf das Tor nicht mehr. Just in diesem Moment zeigte sich der HCDU wieder von seiner ineffizienten, zu lässigen Seite. Zwei verworfene Gegenstösse, ein nicht verwandelter Siebenmeter, eine vermeidbare Strafe und drei unglückliche Fehlpässe verhinderten eine Führung, was Olten wieder weckte. Vom gegnerischen Auslassen der Chancen beflügelt, fanden die Gastgeber zurück ins Spiel und liessen den gut, aber unglücklich kämpfenden Limmattalerinnen keine Hoffnung mehr auf einen Punktgewinn. Das Spiel endete mit 19:28, einer zu klaren Niederlage und vielen enttäuschten Gesichtern.

Mit dieser Niederlage ist der HCDU wieder unter den Strich gerutscht und hat den Anschluss ans Mittelfeld verloren. In den nächsten Wochen muss unbedingt ein positives Erfolgserlebnis her - und sei es noch so klein.