Im Frühling 2009 stieg der HC Dietikon-Urdorf aus der Nationalliga B ab. Jonas Affentranger, damals knapp 20-jährig, wechselte in der Folge zum HSC Suhr Aarau ins Oberhaus. Der gross gewachsene Dietiker (er wurde von der LiZ-Leserschaft zum «Limmattaler Sportler 2008» gewählt) legte anschliessend eine schöne Karriere hin: U21-Nationalspieler, Stammspieler und schliesslich Captain bei Stäfa in der Nationalliga A. Nun jedoch ist für den schussgewaltigen Rückraumspieler die Zeit gekommen, um zu seinen alten Kumpels zurückzukehren. Fürs Erste zumindest bis Ende Jahr. «Wir rechnen mit Jonas bis Ende Dezember. Was danach kommt, ist offen», äussert sich HCDU-Trainer Jan Sedlacek über den Traumtransfer. Vielleicht geht Affentranger dann ins Ausland, vielleicht wechselt er wieder in die Nationalliga. Sedlacek schmunzelnd: «Wenn wir erfolgreich spielen, machen wir ihm die Entscheidung schwer, uns wieder zu verlassen.»

Geschwächt ins erste Spiel

Mit einem Heimspiel gegen Muotathal steigen die Limmattaler am Sonntag als Liganeuling in die 1.-Liga-Saison (Urdorf, 16 Uhr). Allerdings noch ohne Affentranger und auch ohne Stammgoalie Josip Katicic. Dennoch sagt Sedlacek: «Wir wollen alle Heimspiele gewinnen. Dann werden wir uns so oder so im Mittelfeld der Tabelle platzieren.» Assistiert wird der ehemalige slowakische Internationale von Muzaffer Dogru. Früher als wieselflinker Flügel eine Attraktion im Spiel des HC Dietikon-Urdorf, nimmt er nun auf der Trainerbank der 1. Mannschaft Platz. Er freut sich auf die neue Herausforderung, auch wenn das erste Pflichtspiel der neuen Saison mit 22:38 verloren ging. Im Schweizer Cup zeigte Stans im 1.-Liga-Duell den Limmattalern schonungslos die eigenen Grenzen auf. Allerdings weiss man im HCDU-Lager diese Niederlage einzuordnen. «Wir hatten ein strenges Trainingswochenende mit drei Testspielen gegen NLB-Klubs hinter uns. Die Spieler waren müde», so Dogru, «aber klar, wir spielten auch nicht gut.»

Frauen mit Zuversicht

Ebenfalls neu in der 1. Liga spielen die Frauen des HC Dietikon-Urdorf. Nach dem sensationellen Aufstieg backen die Limmattalerinnen nun kleinere Brötchen. Aus den ersten beiden Partien holten sie einen Zähler, am Sonntag spielen sie um 14 Uhr gegen die Spielgemeinschaft Wettingen-Siggenthal. Trainer Marco Wyttenbach: «Wir sind selber schuld, dass wir noch nicht gewonnen haben. Die Niederlage gegen Yellow Winterthur II war alles andere als zwingend und beim 24:24 gegen Thun hatten wir am Schluss auch ein wenig Pech.»

Doch Wyttenbach ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass sich Pech und Glück im Laufe einer langen Saison mehr oder weniger die Waage halten. Er schmunzelt: «Eines kann ich garantieren: Wir werden keinesfalls nur Kanonenfutter sein. Ich erachte einen Rang zwischen fünf und sieben für uns als realistisches Ziel.» Wyttenbach teilt sich die Verantwortung auf der Trainerbank mit seinem langjährigen Kumpel Tobias Zatti, auch er ein ehemaliger Spieler des Fanionteams. «Mit ihm zusammen macht es wirklich Spass. Es gibt überhaupt kein Kompetenzgerangel, alles klappt bestens.»