Claude Bruggmann hatte nach dem Spiel allen Grund zur Freude: «Ja, es war eine gelungene Rückkehr in eine Halle, die ich sehr gut kenne.» Bruggmann, der von 1998-2005 in der ersten Mannschaft von GC gespielt hatte, liess erneut sein Können aufblitzen. Der HC Dietikon-Urdorf konnte nach dem Punktgewinn gegen den Tabellenersten vor einer Woche einen weiteren Erfolg verbuchen.

Dabei hatte es lange nicht danach ausgesehen. In den Anfangsminuten hatten beide Teams Mühe auf Touren zu kommen. Insbesondere HCDU-Topskorer Imhof fand überhaupt nicht ins Spiel. GC Amicitia hatte mehr von der Partie, aber HCDU-Torhüter Katicic zeigte, was für ein sicherer Rückhalt er ist. Er hielt mehrfach mirakulös und seine Mannschaft so auch im Spiel. Dennoch konnte auch er nicht verhindern, dass GC kurz vor der Pause noch mit 8:6 führte. Bruggmann nahm daraufhin bereits sein Timeout und schickte Imhof, der für kurze Zeit eine kleine Pause auf der Bank erhalten hatte, zurück aufs Feld. Die vorzeitige Pause hatte Imhof sichtlich gutgetann, er erzielte sogleich zwei Treffer und verkürzte den Rückstand auf ein Tor.

In der zweiten Halbzeit konnte sich Dietikon-Urdorf noch weiter steigern, ein immer besser werdender Daniel Imhof und ein treffsicherer Hilkinger wendeten die Partie. Claude Bruggmann erhielt selber auch mehr Einsatzzeit und zeigte in mehreren Szenen auf, dass er nichts verlernt hat. Mehrfach liess er die GC-Verteidigung mit einfachen Körpertäuschungen und Kabinettstückchen alt aussehen. Mit diesen drei Trümpfen stach der HCDU gnadenlos zu.

GC Amicitia musste abreissen lassen und verlor doch relativ klar. Das Resultat von 18:22 widerspiegelte die Überlegenheit vom HCDU nur teilweise. Entsprechend zufrieden war Bruggmann nach dem Spiel: «Wir haben unsere Möglichkeiten ausgenutzt, 22 Tore sind nicht viel, aber wenn man nur 18 erhält, reicht das.» Daraufhin verschwand er lachend und mit viel Zuversicht fürs nächste Spiel in der Garderobe.