Vor exakt einem Monat zerlegte der HC Dietikon-Urdorf im 2.-Liga-Spitzenspiel den HC Horgen II und gewann mit 31:23. Wir erinnern uns auch daran, dass Trainer Jan Sedlacek damals nicht müde wurde auf die Euphoriebremse zu treten. Mit mässigem Erfolg. Die folgenden beiden Partien verloren die Limmattaler kläglich. Gestern nun, im vorletzten Meisterschaftsdurchgang durften sie gegen ihre Kumpels des HC Limmat ran, die den Ligaerhalt bereits auf sicher haben. Und kämpften sich mit einem ungefährdeten 31:24 zurück auf den aufstiegsberechtigten Rang 1.

Böse Worte von der Bank

Kurz vor der Pause übertrieb es der HC Limmat mit seiner nonchalanten Spielart. Als Egzon Ameti in der 28. Minute seinen Siebenmeter mit einem missglückten Heber über HCDU-Hüter Baumgartner hinweg an die Latte setzte, musste er sich das eine oder andere unschöne Wort seitens der HCL-Spielerbank anhören. Immerhin war diese Aktion nicht matchentscheidend. Denn Limmat lag da schon mit 8:14 in Rückstand. Gegen einen konzentrierten Favoriten, der mit schnellen Gegenstössen immer wieder zum Erfolg kam.

Nach dem Seitenwechsel fand Limmat schneller ins Spiel und verkürzte phasenweise bis auf drei Treffer. Schliesslich setzte sich der grosse Favorit dennoch mit 31:24 durch und wahrte so die Hierarchie im Verein.

Vor der Schlussrunde vom kommenden Wochenende präsentiert sich die Ausgangslage für den HC Dietikon-Urdorf im Kampf um die Rückkehr in die 1. Liga äusserst verheissungsvoll. Die Limmattaler (sie spielen am Sonntag in Dietikon gegen den Tabellenvierten Unterstrass) haben einen Zähler mehr und eine klar bessere Tordifferenz auf dem Konto als der einzige verbliebene Verfolger Horgen II. Was soll da noch schiefgehen, Jan Sedlacek? «Ich wiederhole mich: geschafft ist noch gar nichts. Wir müssen nochmals konzentriert spielen und dann sehen wir weiter.»