Handball
HC Dietikon-Urdorf: Mit Zuversicht und Guitton in die Abstiegsrunde

Mit einem Punktgewinn gegen Uster schliesst der HC Dietikon-Urdorf die Gruppenspiele in der 1. Liga auf Platz 11 ab. Überraschender als das Resultat war die Rückkehr von Raphael Guitton ins Team des HCDU.

Rainer Sommerhalder
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Raphael Guitton (Nummer 9) ist wieder Bestandteil der ersten Mannschaft des HC Dietikon-Urdorf

Raphael Guitton (Nummer 9) ist wieder Bestandteil der ersten Mannschaft des HC Dietikon-Urdorf

Rainer Sommerhalder

Guitton, der frühere NLA-Spieler mit beachtlichem «Wundertüten-Potenzial» war bei seinem unerwarteten Comeback nach zuletzt vier Wochen Südamerika-Aufenthalt mit einem engagierten Auftritt und fünf Toren für einmal eine Bereicherung und wird damit beinahe schon zu einem Hoffnungsträger für die nahe Zukunft. Denn die Saison ist für die Limmattaler nach einer enttäuschenden Meisterschaft noch nicht zu Ende. Ab dem 6. April muss man gegen fünf Kontrahenten um den Ligaerhalt kämpfen. Wir haben die HCDU-Akteure dazu mit den brennendsten Fragen konfrontiert:

Claude Bruggmann, wie viel Angst haben Sie vor der Abstiegsrunde?

Respekt muss man sicher haben, denn es wird alles andere als ein Spaziergang. Schön ist, dass wir es in der eigenen Hand haben. Wir konnten jetzt eine Woche lang komplett und seriös trainieren und der Auftritt gegen Uster war bereits um Welten besser als die Leistungen zuvor. Wenn wir weiter so trainieren, dann habe ich keine Angst. Wenn es nicht so ist, dann habe ich grosse Angst.

Ricardo Rüegg, wann hat der HCDU zum letzten Mal ein Spiel gewonnen?

Das muss letztes Jahr gewesen sein, 2013 sicher noch nicht. Aber wann genau und gegen wen - daran mag ich mich nicht mehr erinnern. (Anmerkung der Redaktion: 1. Dezember 2012 gegen Seen Tigers/Yellow).

Raphael Guitton, sind Sie wenigstens in der Abstiegsrunde eine zuverlässige Verstärkung für die Mannschaft?

Ja, ich habe meine privaten Probleme überwunden und auch geschäftlich läuft es derzeit gut. Ich habe jetzt die Kapazität, um wie in dieser Woche dreimal wöchentlich ins Training zu kommen. Ich stehe der Mannschaft zur Verfügung, wenn sie mich brauchen kann.

Josip Katicic, Guitton ist zurück - und mit ihm auch wieder die Unruhe?

Nein, es ist keine Unruhe im Team, denn Guitton war dreimal im Training. Wenn er trainiert, dann gehört er dazu und dann ist er auch eine Verstärkung für unsere Mannschaft.

Marco Meier, wie ist die Stimmung im Team?

Die Stimmung ist angesichts der derzeitigen Situation erstaunlich gut. Vor allem in der letzten Woche ist sie merklich gestiegen, weil die Trainingspräsenz wieder viel besser war als zuvor. Man spürt einen Drive, bei dem alle wieder am gleichen Strick ziehen und nicht als Einzelkämpfer agieren.

Philipp Wallisch, wohin geht die nächste Geschäftsreise?

In der zweiten April-Woche wieder nach China. Aber ich sollte für alle Spiele der Abstiegsrunde zur Verfügung stehen, denn ich fliege am Montag hin und am Samstagmorgen lande ich wieder in Zürich. Nur trainieren kann ich natürlich nicht mit dem Team.

Luzi Tiefenauer, Sie sitzen auf der Bank, während die Weltenbummler Wallisch und Guitton spielen. Ist das die richtige Taktik gegen den Abstieg?

Die richtige Taktik ist, wenn die Spieler auf dem Feld stehen, denen es läuft und mit denen wir die Spiele gewinnen. Namen sind dabei egal.

Daniel Imhof, finden Sie in der Abstiegsrunde wieder konstant zu Ihrer Treffsicherheit zurück?

Ich hoffe es, denn es wäre zweifellos wichtig. Ich gebe auf jeden Fall wie immer mein Bestes.

Fabian Beltrami, wissen Sie schon, auf welche Teams Sie in den nächsten sieben Wochen treffen werden?

Es spielt gar keine Rolle, wer unsere Gegner sind, wir müssen unsere Spiele sowieso alle gewinnen. Ich bin zuversichtlich, wenn wir weiter so trainieren wie in dieser Woche.

Tarek Grendelmeier, kennen Sie den Modus der Abstiegsrunde?

Ja, es wird auf jeden Fall hart, denn nur zwei von sechs Teams bleiben oben. Da mag es keine blöde Niederlage leiden.

Christian Hilkinger, woher kommt die Zuversicht, den Ligaerhalt zu schaffen?

Wir haben in dieser Woche hervorragend trainiert und die Stimmung im Team ist gut. Wir müssen jetzt nochmals fünf, sechs Wochen richtig Gas geben. Das heute war schon mal ein guter Anfang. Jetzt müssen wir es einfach durchziehen.

Dietikon-Urdorf trifft in der Abstiegsrunde auf die SG Seen Tigers/Yellow Winterthur, Malters, Viking Liestal, SG Langenthal/Solothurn II und ein Team aus dem Trio Bern Muri II, Yverdon und Herzogenbuchsee. Drei der fünf Partien muss man auswärts spielen, so auch zum Auftakt in zwei Wochen.

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