1. Liga

HC Dietikon-Urdorf bietet Stans die Stirn

Matthias Zürcher (l.) vom HC Dietikon-Urdorf verwandelt sicher. Baranzini

Matthias Zürcher (l.) vom HC Dietikon-Urdorf verwandelt sicher. Baranzini

Ein hervorragend kämpfendes Dietikon-Urdorf wird im Spiel gegen Spitzenreiter Stans nicht belohnt und verliert 26:30.

Der Beginn war grandios für das Heimteam. Biffiger knalllte Maric einen Ball in die linke, den anderen in die rechte Ecke, sein Team lag schnell 2:0 vorne. Danach war auch Stans noch an der Reihe und Dario Wanner traf das erste Mal, worauf Affentranger für die Hausherren erfolgreich war und den Zwei-Tore-Vorsrung wieder herstellte.

Auf Augenhöhe 

In der Folge verlief die Partie ausgeglichen, es war aber eher der HCDU, der sich leichte Vorteile verschaffen konnte. Im Stanser Rückraum agierte Spielertrainer Mohenski gewohnt quirlig, Beltrami kümmerte das aber wenig, sodass er den Gast schnell einmal kalt stellte. Als eher wirkungslos durfte Christensen bezeichnet werden, der während des ganzen Spiels nicht auf Touren kam und ungewohnt viel Zeit auf der Bank verbrachte.

Nach einer Viertelstunde stand es 6:6, ehe Dietikon-Urdorf ein wenig davonzog und plötzlich mit 12:9 in Front lag. Mohenski passte das gar nicht, sodass er das Timeout nahm. Dieses verfehlte seine Wirkung nicht, bis zur Pause war der BSV wieder da, wobei vor allem auch der Torhüterwechsel half, Maric berührte so gut wie keinen Ball. Bei 14:14 wurden die Seiten gewechselt. Und bis zu diesem Zeitpunkt waren auch die Schiedsrichter noch kein Faktor, aber das sollte sich noch ändern.

Die Strafen häuften sich

Dietikon-Urdorf startete in Überzahl in die zweite Hälfte, doch dies sollte nichts einbringen. Ein ellenlanger erster Stanser Angriff und dann ein Ballverlust im Angriff des Heimteams. Während den ersten sechs Minuten bracht der HCDU kein Tor zustande, ein Ärgernis. Und es wurde für die Limmattaler mit zunehmender Spieldauer auch nicht einfacher, die Angriffe erfolgreich abzuschliessen. Die Innerschweizer langten bei jeder Aktion hart zu, besonders Affentranger und Biffiger bekamen das zu spüren. Weitere Strafen schienen die beiden Unparteiischen aber gegen Stans nicht mehr aussprechen zu wollen.

Dietikon-Urdorf aber wurde fast im Zwei-Minuten-Takt mit Strafen eingedeckt, auch, weil die Spieler um Mohenski enorm gute Schauspieleinlagen auf das Parkett brachten. Loris Schaffer, der linke Flügel, um nur ein Beispiel zu nennen, knallte im Gegenstoss in Traek Grendelmeier hinein. Dass dessen Brust hart ist, ist möglich, doch wie sich der Stanser vor Schmerz am Boden winden und danach trotzdem ohne Probleme weitermachen konnte, war doch ein bisschen komisch. Grendelmeier wurde aber für zwei Minuten des Feldes verwiesen und Stans agierte in Überzahl routiniert. Es schien, als hätte Stans ein wenig so etwas wie ein Leaderbonus, da es in mehreren strittigen Situationen im zweiten Umgang bevorteilt wurde. So verschafften sie sich bis 13 Minuten vor Schluss ein dünnes Zwei-Tore-Polste, das sie aber nicht mehr hergaben.

Schon bald wieder im Einsatz

Auch weiterhin schafften es die Stanser, allen voran Heinrich und Niederberger, ungerechtfertigte gegen den HCDU herauszuholen. Selber packten sie aber immernoch tüchtig zu. Der junge Nando Kuster konnte es auch nicht lassen, hart gegen Beltrami auszuteilen, aber selber nicht oder nur mit viel Geschrei einstecken zu können. So entstand zum Ende der Partie hin viel Hektik, gegen die auch die beiden Herren in gelb nichts zu machen wussten und das Spiel in seiner ruppigen Weise weiterlaufen liessen.

Stans gewann am Ende unter grossem Jubel mit vier Längen Vorsprung. Livio Wanner am rechten Flügel holte sich dabei gute Noten ab, er verwandelte bis auf zwei Würfe sicher und trickreich. Stans wird am Samstag auf die SG Pilatus treffen und dabei auch wieder hoffen, dass es vom Leaderbonus profitieren kann.

Für den HCDU geht es bereits am Freitag in Pratteln weiter. Diese Mannschaft wird sicher bereit sein, denn sie muss nach der Niederlage gegen Dagmersellen eine Reaktion zeigen. Mit dem Gezeigten kann Dietikon-Urdorf mehrheitlich zufrieden sein, hat man doch im Herbst noch mit 16 respektive 17 Toren gegen den BSV verloren. Einzig an der Chancenauswertung muss sie wieder vermehrt arbeiten.

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