Handball
Harte Landung in St. Gallen: Dietikon-Urdorf verliert gegen Fides 20:39

Die Reise in die Ostschweiz hat sich für die 1-Liga-Handballer des HC Dietikon-Urdorf definitiv nicht geloht. Bereits zur Pause lagen die Limmattaler vorentscheidend mit 9:18 zurück.

Florian Saluz
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Alle Anweisungen von Trainer Hackel (l.) halfen nichts.Sommerhalder/Archiv

Alle Anweisungen von Trainer Hackel (l.) halfen nichts.Sommerhalder/Archiv

Rainer Sommerhalder

Nach der Niederlage gegen GC Amicitia waren die Spieler des HC Dietikon-Urdorf auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht, weshalb sie gegen den Neunten Fides St. Gallen unbedingt eine Reaktion zeigen wollten. Vielleicht wollten die Limmattaler fast zu viel, gelang doch wie schon gegen GC Amicitia der Start des Spiels nicht nach Mass.

Kurze Führung für den HCDU

Fides St. Gallen eröffnete das Skore. Dem HCDU gelangen zwar zwei Treffer zur kurzzeitigen Führung, danach zog das Heimteam aber davon. Das Team von Trainer Hackel kam zu Chancen, zeigte sich aber zu wenig kaltblütig. Immer wieder fanden die Limmattaler ihren Meister im gegnerischen Torhüter. «Wir waren in der ersten Hälfte viel zu wenig präsent. Wir haben überhaupt kein Tempospiel mehr gezeigt», hielt Trainer Hackel fest. Da half es auch wenig, dass Hüter Regner stark hielt. Sein Gegenüber tat dies ebenso. Zudem zeigten sich die Ostschweizer im Konterspiel sehr erfolgreich. Mehrfach tauchte ihr rechter Flügel alleine vor Regner auf und verwertete.

Willig, aber ohne Erfolg

Die Gäste zeigten sich nach der Pause fest entschlossen, das Resultat zumindest zu verbessern. Mit zwei raschen Treffern zum 11:18 kehrte die Hoffnung kurzzeitig zurück. Während der Limmattaler Torfluss wieder zum Erliegen kam, fanden die St. Galler zur alten Treffsicherheit zurück. Bei ihnen war jeder Schuss ein Treffer, während Dietikon-Urdorf sich erfolglos bemühte. Sie spielten sich immer wieder Chancen heraus, nur wollten die Bälle nicht mehr ins Tor. Ob per Siebenmeter, alleine vor dem Torhüter oder aus dem Rückraum, die Bälle flogen am Tor vorbei oder wurden vom St. Galler Schlussmann glänzend pariert. So stand am Ende ein äusserst brutales 20:39. Das Resultat wird dem Gezeigten aber nur teilweise gerecht. Die Limmattaler waren mit Ausnahme der Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor ebenbürtig. Auch wenn Leader Imhof und Stammtorhüter Katicic vermisst wurden, konnten doch deren beiden Stellvertreter Römer und Biffiger überzeugen. Letzter erzielte vier Treffer und zeigte, dass er zu den Nachwuchshoffnungen gehört. «Wir sind heute wieder auf dem Boden der Realität gelandet», hält Trainer Hackel fest. «Ich habe immer gesagt, dass wir gegen den Abstieg spielen.»

Neuhausen als nächster Gradmesser

Im Sonntags-Spiel gegen den Leader Pfader Neuhausen darf sich der HCDU wohl keine grossen Chancen ausrechnen. Für Hackel ist es deshalb einfach wieder wichtig, dass die Mannschaft zu ihrem Spiel zurückfindet und wieder mit der eigenen Leistung zufrieden sein darf.

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