Automobil
Grosser Sieg von Bruno Weibel am Grand Prix Historique de Pau

Schon bei seinem zweiten Rennen der Saison fährt Bruno Weibel auf den 1. Platz in seiner Klasse und auf den 7. Gesamtplatz der Formel Junior.

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Bruno Weibel im französischen Pau.

Bruno Weibel im französischen Pau.

Nicolas Nogue

Auch wenn der Name nicht viel verspricht, ist die Stadt Pau in den Pyrenäen eine klassische französische Schönheit: hübsch und trotzdem etwas verwegen. Das Glück wird in dieser Stadt schon lange herausgefordert, ob im Casino oder während der alljährlich stattfindenden Autorennen. Solche werden dort bereits seit dem 19. Jahrhundert ausgetragen, also quasi seit den Anfängen des Automobils. Ähnlich wie in Monaco wird in Pau ein Stadtkurs gefahren, in früheren Jahren hetzten sich sogar Formel 1-Rennwagen durch die engen Gassen. Dieses Jahr fand unter anderem das zweite Rennen der Formel Junior Europameisterschaft statt.

Bruno Weibel am Nürburgring im Lotus 20, mit dem er in Estoril nicht starten wird. zvg
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Um Motor und Getriebe zu schonen, wird der Formel Junior jeweils vom Parc Fermé zurückgeschoben. Bei 400 kg Gewicht keine schwere Aufgabe.
Bruno Weibel feiert mit seinen Söhnen Orlando (4) und Romeo (2).
Bruno Weibel im französischen Pau.
Bruno Weibel im französischen Pau.
Bruno Weibel im französischen Pau.
Bruno Weibel im französischen Pau.

Bruno Weibel am Nürburgring im Lotus 20, mit dem er in Estoril nicht starten wird. zvg

Der Urdorfer Bruno Weibel konnte bereits beim zweiten Renn-Wochenende der Saison seinen ersten Sieg herausfahren und das auf diesem engen, schwierigen Stadtkurs, den er nie zuvor gefahren ist. Was Jo Siffert‘s ehemaligem Lotus 20 auf den schnellen Passagen «an Schnauf» fehlt, macht Bruno Weibel mit seiner perfekten Fahrweise und kompromisslosen Linienwahl wieder gut und gewinnt damit auf den Zweitplatzierten in seiner Klasse rund 30 Sekunden! Eine Welt, auch im historischen Motorsport.

Das nächste Rennen der FIA Lurani Trophy findet am 20./21. Juni in Monza, Italien statt. Bis dahin werden Motor und Getriebe von Bruno Weibel eigenhändig komplett ausgebaut und revidiert. Die FIA Lurani Trophy ist eine offizielle Rennserie des Motorsportweltverbands FIA und damit die offizielle Europameisterschaft für die so genannte Formel Junior, welche 1957 in Italien als Rennserie für Nachwuchspiloten ins Leben gerufen wurde. Die einsitzigen, offenen Rennwagen, die heute im Einsatz sind, sind allesamt Originalfahrzeuge aus den 50er und 60er Jahren.