Diese Frage war beim ersten FCZ-Testspiel im Hinblick auf die Super-League-Saison 2015/16 häufig zu vernehmen: Was passiert mit Marco Schönbächler? In Volketswil fehlte der 25-jährige Urdorfer, weil er noch immer an den Folgen einer Schambeinentzündung laboriert; sein Vertrag beim FC Zürich läuft Ende Juni aus.

«Eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen fallen», gaben Schönbächler und sein (Noch-)Trainer Urs Meier unisono bekannt. In der Hinrunde der vergangenen Saison hatte sich der talentierte Offensivspieler mit starken Auftritten bis in die Schweizer Nationalmannschaft gespielt – und ebenso in die Notizblöcke von Klubs aus Deutschland (Gladbach, Mainz) und Italien (Genoa, Sassuolo).

Erstmals im FCZ-Dress

Allerdings ist «Schönbi» inzwischen seit mehr als drei Monaten ohne Ernstkampf, was dem Interesse am ablösefreien Internationalen nicht förderlich gewesen sein dürfte. «Unsere Türe bleibt offen», sagt Meier zur Personalie des Ur-FCZlers, der der ersten Mannschaft seit 2006 (231 Pflichtspiele) angehört. Und weiter: «Wenn sich Marco bei uns wohl fühlt, sind wir die richtige Adresse, um ihm wieder zur alten Verfassung zu verhelfen.»

Ein anderer Limmattaler, der junge Anto Grgic, kam zum ersten Teileinsatz, seit er Anfang Juni in die erste Mannschaft aufgenommen worden war. Der 18-jährige Schlieremer spielte nach einer Einwechslung zur zweiten Halbzeit zuerst im Abwehrzentrum an der Seite von Cédric Brunner; in der Schlussphase rückte Grgic ins zentrale Mittelfeld vor.

Starker Oberlin

Etwas Glück war notwendig, um die beiden Chancen von Sliskovic – freistehend vor Favre gescheitert – und Gauracs (an die Querlatte) schadlos zu überstehen. Insgesamt zeigte Grgic gegen den Absteiger aus der Super League eine abgeklärte, wenn auch unauffällige Leistung.

Auffällig war hingegen Dimitri Oberlin. Der 17-jährige Angreifer war gemeinsam mit Grgic nach der Pause eingewechselt worden und durfte sich gegen den FC Aarau als zweifacher Torschütze feiern lassen. Der Schweizer Junioren-Nationalspieler mit Wurzeln in Kamerun nutzte die Abwesenheit von arrivierten Offensivkräften in den eigenen Reihen (Chikhaoui, Etoundi, Sadiku), um eine über weite Strecken ausgeglichene Begegnung im Alleingang zu entscheiden.

Zu seinem Debüt beim FC Zürich, der ohne Testspieler in Volketswil angetreten war, kam Adilson Tavares Varela, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Cabral (ex-Basel). Der 26-Jährige überzeugte vor der Abwehr mit seiner Physis, auch wenn es dem Neuzugang mit kapverdischer Herkunft noch an der Bindung zur Mannschaft fehlte.

FC Zürich - FC Aarau 3:0 (0:0)

Gries, Volketswil. - 1’104 Zuschauer. - SR: Gut. - Tore: 61. Oberlin 1:0. 75. Oberlin 2:0. 79. Chermiti 3:0.

Zürich: Brecher (46. Favre), Kleiber, Brunner (73. Nef), Nef (46. Grgic), Koch (46. Di Gregorio); Cabral (76. Koch); Schneuwly (64. Chermiti), Buff (64. Gavranovic), Chiumiento (46. Sarr), Chermiti (46. Mariani); Gavranovic (46. Oberlin).

Aarau: Pelloni (64. Petkovic); Martignoni (46. Nganga), Thaler (68. Franek), Garat (46. Browne), Jaggy (68. Martignoni); Stoller (46. Burki), Jäckle (46. Teke); Romano (46. Teichmann), Radice (46. Spielmann), Acosta (46. Lüscher); Sliskovic (68. Gauracs).

Bemerkungen: Zürich ohne Kukeli (krank), Alesevic, Djimsiti, Kecojevic, Schönbächler, Yapi (alle verletzt), Baumann, Chikhaoui, Elvedi, Etoundi, Rikan, Rodriguez, Sadiku und Simonyan (alle nicht im Aufgebot). Aarau ohne Absenzen, aber mit den Testspielern Henry Acosta, Danijel Petkovic und Fabian Stoller sowie den Nachwuchsakteuren Jason Browne, Cedric Franek und Oruc Teke. - 68. Lattenschuss Gauracs. 70. Lattenschuss Mariani. 81. Pfostenschuss Oberlin. - Keine Verwarnungen.