Skiakrobatik

Glück im Unglück für Tanja Schärer – «Die Schulter hält!»

2011 stürzte Tanja Schärer an der WM in Park Ciry. (Archivbild)

2011 stürzte Tanja Schärer an der WM in Park Ciry. (Archivbild)

Die zweifache Olympionikin aus Urdorf ist nach über einem Jahr verletzungsbedingter Absenz zurück im Schnee. Nun hat Tanja Schärer ihre lädierte Schulter einem unfreiwilligen Belastungstest unterzogen.

In ihrem ersten Schneetraining seit über einem Jahr stand sie nur einen von sechs Sprüngen. «Sie hält», sagt die 25-Jährige schmunzelnd.

Schärer musste die Saison 2014/15 auslassen, weil nach dem Olympia-Winter eine Schulteroperation unumgänglich gewesen war. Sie bedauerte vor allem, die nah gelegene WM in Österreich zu verpassen. Dennoch war sie als Zuschauerin zugegen, als das Schweizer Miniteam mit zwei Männern startete. Diesen mentalen Belastungstest bestand Schärer ebenfalls. «Es war kein Problem, denn ich wusste da ja schon länger, dass ich nicht teilnehmen kann. So konnte ich es sogar geniessen», führt sie aus.

Nur bedingt ein Genuss ist hingegen die sich über Monate hinziehende Schinderei in der Rehabilitation. Während einiger Wochen konnte Schärer ihr Leid mit einer anderen prominenten Sportlerin aus der Region teilen: Eishockey-Nationaltorhüterin Florence Schelling, die ebenfalls auf eine missratene Saison zurückblickt.

Schärer nutzte die neugewonnene Zeit, um ihre berufliche Zukunft anzugehen. Gegenwärtig arbeitet die gelernte medizinische Praxisassistentin zu 70 Prozent und hat die Berufsmatura an der Akad begonnen. Während der Saison reduziert sie ihr Pensum auf 20 Prozent und ist flexibler, was die Weiterbildung anbelangt. «Eine optimale Lösung», sagt Schärer, die der unheilvollen vergangenen Saison schliesslich eine Menge Positives abgewinnen kann. «Mittlerweile habe ich das Gefühl, es musste so kommen», sagt Schärer glücklich.

Das Video von Tanja Schärers erstem Sprung finden Sie hier auf ihrer Facebook-Seite.

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