Schwingen
Gelungenes Comeback von Vogel am Zürcher Nachwuchsschwinget

Am kantonalen Nachwuchsschwingfest in Zürich-Witikon nahmen 326 Schwinger teil. Die Zürcher Nachwuchsschwinger steigerten sich im Vergleich zum Vorjahr. Der 12-jährige Remo Vogel landete bei seiner Rückkehr auf dem ansprechenden elften Platz.

Bruno auf der Maur
Merken
Drucken
Teilen
Im sechsten Gang gelingt Remo Vogel (oben) den entscheidenden Plattwurf gegen Severin Inauen. ADM

Im sechsten Gang gelingt Remo Vogel (oben) den entscheidenden Plattwurf gegen Severin Inauen. ADM

Eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt in Burgdorf, dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf, zeigten auch die Nachwuchsschwinger beim Zürcher Kantonalen Nachwuchsschwingfest in Zürich-Witikon ihr Können. Die Organisatoren vom SK Zürich und der Männerriege TV Witikon zeigten sich zufrieden, verfolgten doch rund 700 Zuschauer die Wettkämpfe.

Zu begeistern wussten auch die 326 angetretenen Schwinger der Jahrgänge 1995 bis 2005 mit ihrer angriffigen Schwingweise. Gegenüber den Vorjahren konnte sich der Zürcher Nachwuchs markant steigern. Überraschend vermochten die Gastgeber sämtliche fünf Kategoriensiege im Kanton zu halten.

Mit Genugtuung nahm Rolf Lussi, Präsident des Zürcher Kantonal-Schwingerverbandes, das erfreuliche Resultat zur Kenntnis. «Das gibt berechtigte Hoffnungen für die Zukunft und zeigt, dass wir mit der Nachwuchsförderung auf dem richtigen Weg sind.» Gleichzeitig warnt Lussi vor allzu grosse Euphorie; denn der schwierigste Schritt sei immer noch der Übertritt von den Jung- zu den Aktivschwingern.

Für die Kategoriensiege sorgten Roman Schnurrenberger aus Sternenberg (Jahrgang 1995/1996), Lucien Weibel aus Winterthur (1997/1998), Dario Bosshard aus Turbenthal (1999/2000), Cédric Galli aus Schleinikon (2001/2002) und Martin Bachem aus Männedorf (2003-2005).

Ein gelungenes Comeback feierte der Bergdietiker Remo Vogel. Nach einem Schlüsselbeinbruch musste der 12-jährige Schüler längere Zeit pausieren und meldete sich kurzfristig für den Kantonalanlass an. Der Sohn des ehemaligen Spitzenschwingers Christian Vogel lag nach fünf Gängen mit zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen noch zurück. Mit einem abschliessenden Plattwurf schaffte erl in der Kategorie 2001/2002 den Sprung auf Rang elf, was gerade noch für seinen ersten Zweiggewinn reichte.

Die restlichen Teilnehmer vom Schwingklub Glatt- und Limmattal erwischten nicht ihren besten Tag. Nur Fabian Zemp aus Hüttikon konnte mit seiner Leistung zufrieden sein. Er erreichte den Ausstich mit zwei Siegen und vier Niederlagen während sein älterer Bruder Stefan Zemp, der Stadtzürcher Severin Müller und der Bergdietiker Noel Boll die Qualifikation für den fünften und sechsten Gang knapp verpassten.