Fussball
Geiger: «Beat Studers Ansprachen vor Derbys sind unerreicht»

Was Nachbarschaftspflege anbelangt, kann ihm keiner etwas vormachen. Christian Geiger ist der einzige Spieler, der seit 2010 in sämtlichen 3.-Liga-Derbys seines Teams dem Rasen stand. Er schätzt seine bisherigen Trainer ein.

Raphael Biermayr
Merken
Drucken
Teilen
Birmensdorfs Christian Geiger (links) spielt immer mit vollem Einsatz.

Birmensdorfs Christian Geiger (links) spielt immer mit vollem Einsatz.

msu

Der unermüdliche Flügelspieler beackerte die Aussenbahn für Birmensdorf nach eigener Aussage am liebsten gegen Oetwil-Geroldswil - seinen neuen Verein, mit dem er am Sonntag gegen Aufsteiger Centro antreten wird (16 Uhr, Juchhof 2). Nach dreieinhalb Jahren zieht der 23-jährige Business Analyst bei einer Versicherungsgesellschaft weiter.

Es ist nach Dietikon und dem FCB seine dritte Station. Er folgt - wie schon beim ersten Wechsel - seinem privaten Umfeld. Es liegt auf der Hand, dass die Matches gegen seinen Ex-Verein fortan einen hohen Stellenwert haben werden.

Geigers Bewertung seiner Trainer

Beat Studer: «Unter ihm habe ich meine grössten Fortschritte gemacht. Eine beeindruckende Persönlichkeit. Seine Ansprachen vor Derbys gegen Wettswil sind unerreicht.»
Ivan Dal Santo: «Wir waren nicht auf derselben Wellenlänge, hatten ein distanziertes Verhältnis.»
Dani Margreth: «Er hat mir ein extremes Vertrauen entgegengebracht und den Spielern seine Entscheidungen immer erklärt - vorbildlich.»
Antonio Caputo: «Er musste zuerst Lehrgeld zahlen als ehemaliger Co-Trainer. Schliesslich fand er eine Linie zwischen Kumpel und
Trainer.»
Fabio Stiz: «Er fordert enorm viel von den Spielern, hat eine Menge Ahnung von Fussball. Seine Trainings haben mich nochmals weitergebracht.»
Roger Balmer: «Ein offener Typ, der eine klare Spielphilosophie verfolgt und so trainiert.» (bier)

Lehrreiche Zeit in Birmensdorf

Ab dem Winter 2009/10 fand der glühende Anhänger von Borussia Dortmund - er wohnte dem letzten Champions-League-Final bei - sein Glück in der 3. Liga. Die Zeit in Birmensdorf achtete er als «sehr lehrreich».

Er kam ein halbes Jahr nach dem grossen Neuanfang, als Dani Margreth und Antonio Caputo nach dem Abgang von Laurent Fessel aus dem Nichts eine Mannschaft zusammenstellen mussten. «Ihr Enthusiasmus war fantastisch», schildert er. Das trifft auf auch die Spielweise des Vorzeigekämpfers selbst zu. Wer Christian Geiger im Team hat, weiss, was er an ihm hat.