Fussball
Für Oetwil-Geroldswil war es ein Befreiungsschlag mit sieben Toren

Oetwil-Geroldswil steht nach einer fulminanten Offensivleistung zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der 3. Runde des Regionalcups.

Luca Muntwyler
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Claudio Lauper (links) war mit vier Toren der Mann des Spiels.

Claudio Lauper (links) war mit vier Toren der Mann des Spiels.

Luca Muntwyler

Dass Claudio Lauper der Mann des Spiels werden würde, war bereits nach 27 Minuten klar. Mit einem herrlichen Weitschuss aus 20 Metern setzte er den Ball direkt unter die Latte. Damit erhöhte er mit seinem dritten persönlichen Treffer bereits auf 4:0 für die Gastgeber und ebnete den Limmattalern den Weg zum 7:0-Sieg gegen Egg in der 2. Runde des Regionalcups.

Ein Triumph des Teams

«Er hat viel zum Sieg beigetragen», meinte dann auch sein Trainer Roger Balmer. «Doch muss man auch sehen, dass er jeweils gut eingesetzt wurde. Heute hat die Mannschaft als Team überzeugt.» Die Limmattaler haben von Anfang an das Spieldiktat übernommen und mit einem offensiven Feuerwerk den Gegner in die Verzweiflung getrieben. Kaum zu glauben, dass der FCOG in der Liga mit lediglich einem Punkt aus vier Spielen zu Buche steht. «In der Liga sind wir verunsichert. Es herrscht eine Blockade im Kopf», erklärt Balmer den katastrophalen Saisonstart. «Natürlich hätte ich lieber die sieben Tore aufgeteilt, aber so ein Sieg tut auch gut. Wir haben von Anfang an gut und konzentriert gespielt. Ich hoffe, dass wir diesen Schwung in die Meisterschaft mitnehmen können.»

Das Spielgeschehen ist schnell erzählt. Nach einer Viertelstunde brachte der bereits erwähnte Lauper die Gastgeber mit einem Doppelschlag in Führung. Zehn Minuten später erhöhte Stefan Steuble das Skore, bevor wiederum Lauper zum 4:0 einschoss. Kurz vor der Pause durfte dann der erst 16-jährige Marco Brandenberger nach einer schönen Kombination seine Torpremiere in der 1. Mannschaft feiern.

«Wir haben in einer Hälfte fünf Tore geschossen, wieso sollte der Gegner das nicht auch können?», sagte Co-Trainer Andi Wettstein vor Wiederbeginn mit dem Warnfinger in der Luft, «deshalb wollen wir das nächste Tor schiessen.» Wie gefordert, schob Topskorer Lauper mit der ersten Aktion der zweiten Halbzeit und seinem vierten Tor an diesem Abend zum 6:0 ein. Den Schlusspunkt setzte Sandro Lutz mit einem sicher verwandelten Elfmeter.

Auch die Null als Erfolg

Neben all dem Offensivspektakel darf man aber auch die Defensivleistung nicht vergessen. «Die Null muss einfach stehen», hörte man Balmer im Verlauf des Spiels sagen. Gegen Ende der Partie musste man darum ein wenig bangen. Mit der sicheren Führung im Gepäck liess die Konzentration ein wenig nach. Doch dank einigen wichtigen Paraden von Torhüter Simon Wendelspiess und dem Unvermögen der Gegner, die unter anderem einen Elfmeter neben das Tor setzten, blieb es beim 7:0.