Es war nicht der Tag der Dietiker im heimischen Hallenbad Fondli. Die Gastgeber konnten von ihren Partien keine gewinnen. Dabei unterlag die Zweitliga-Equipe teilweise denkbar knapp: Gegen die U17-Mannschaft Kreuzlingens verloren die Dietiker 6:7, gegen den SC Frauenfeld ebenfalls nur mit einem Tor Differenz (4:5).

Im zweiten Vorrundenspiel spielte der WSC Dietikon gegen Winterthur, gegen das es vor Wochenfrist sein erstes Saisonspiel bestritten hatte. Die Partie, die gemäss den Regeln des Cups aus zwei Hälften von je zehn Minuten Spieldauer bestand, war lange sehr ausgeglichen.

Eine Minute nach Beginn der zweiten Hälfte ging Dietikon durch ein Tor von Stefan Herde in Führung, kassierte aber kurz darauf den 5:5-Ausgleich. Vier Minuten vor Schluss ging dann Winterthur in Führung und traf eine Minute später zum Endstand von 5:7.

Eine Niederlage der Dietiker gegen das Team also, in dem es wenige Tage zuvor noch einen Kantersieg gefeiert hatte (24:7). Was war anders im Vergleich zum Spiel in der Meisterschaft? «Bei uns haben an diesem Turnier zahlreiche Spieler gefehlt, auf die wir im ersten Meisterschaftsspiel noch zurückgreifen konnten», erklärte Stefan Sauter, Präsident des WSCD. Damit meinte Sauter namentlich die Spieler Philipp Maier, Leopold Leif, Benedikt Schenker, Christian Fritschi, Dieter Schramm und Luka Sporcic, die entweder verletzt waren oder aus anderen Gründen nicht am Turnier teilnehmen konnten.

Automatismen nicht eingespielt

So mussten die Dietiker in einer Formation antreten, in der sie nicht so oft spielen.

Verständlicherweise klappte es mit den Automatismen nicht mehr so gut wie im ersten Saisonspiel. Das machte sich insbesondere im Spiel gegen Thun bemerkbar, das in der Erstliga spielt.

Dass die Berner höherklassig sind, zeigte sich auch in der Partie gegen die Gastgeber. Gleich mit 11:2 fertigten sie die Limmattaler ab, nach nicht einmal sieben Spielminuten führten sie bereits mit 5:0.

Für die Dietiker ist der letzte Platz an ihrem Heimturnier kein Grund, Trübsal zu blasen. «Es geht an solchen Turnieren eher darum, ein paar Dinge auszuprobieren», sagte Sauter.
«Wir sind nicht mit dem Anspruch angetreten, das Turnier zu gewinnen. Dafür waren die anderen Teams zu stark.»

Am stärksten war der SC Zug um Ex-WSCD-Akteur Christian Grau aus der Promotion League (NLB). Er gewann das Turnier nach dem 7:4-Erfolg im Final gegen Thun. Winterthur komplettierte das Podest dank eines 8:7 gegen Kreuzlingens Nachwuchs.

Wie Dietikon blieb auch Bissone ohne Punktgewinn. Doch es galt: Für einmal zählte das Sammeln von Spielpraxis mehr als das Resultat.