Fussball
Freude bei Schlierens Cheftrainer Toni Caputo über den 3:1-Startsieg

Der FC Schlieren gewinnt gegen Altstetten 3:1. Toni Caputos 3.-Liga-Debüt als verantwortlicher Trainer ist geglückt, obwohl ihm Acht Kaderspieler nicht zur Verfügung standen. Souhel Muhi trifft zum 1:0 und 2:0, Costantinos besiegelt den Startsieg

Ruedi Burkart
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FC Schlieren gewinnt gegen FC Altstätten mit 3:1
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Schlierens Captain Thomas Baumann gegen Altstettens Nikola Arsic (11).
Schlierens Adrian Kraft gegen Altstettens Stefan Suter (14).
Schlierens Captain Thomas Baumann gegen Altstettens Stefan Suter.
"Ja, wo laufen sie denn?" FC-Schlieren-Trainer Antonio Caputo, oder auch Toni Caputo.

FC Schlieren gewinnt gegen FC Altstätten mit 3:1

Ruedi Burkart

Als Toni Caputo den Spielplan der neuen Saison studierte, musste er unweigerlich lächeln. Sein 3.-Liga-Debüt als allein verantwortlicher Trainer des FC Schlieren wird er gegen den FC Altstetten geben. Ausgerechnet Altstetten! Gegen seinen Stammverein, bei dem er es einst von den kleinsten Junioren bis in die damalige 1.-Liga-Mannschaft schaffte. «Es ist speziell», so Caputo am Sonntag vor dem Anpfiff.

Speziell waren auch die personellen Voraussetzungen für den neuen Schlieremer Trainer. Acht Kaderspieler standen ihm nicht zur Verfügung, darunter die vier «Ferientechniker» Appella, Bonasso, Shaqiri und Sorrentino. «Was soll ich machen?», so Caputo, «ich spiele mit denen, die da sind.»

Die Partie beginnt, und die ersten Minuten steht Caputo ruhig da. Fast regungslos nimmt er das Geschehen auf dem Rasen wahr. Dann, mit Fortdauer der Partie, tigert er immer wieder aus seiner Coachingzone und betritt in der Hitze des Gefechts auch schon mal unabsichtlich das Spielfeld. Nach zehn Minuten erreicht Caputo seine Betriebstemperatur. «Chum no es bitzeli, chum!», schreit er aufs Feld.

Das Spiel läuft von Beginn weg für den FC Schlieren. Nach Souhel Muhis feiner Einzelleistung zum 1:0 entspannen sich Caputos Gesichtszüge. Er lächelt zwischendurch und scheint zufrieden. Kurz vor dem Seitenwechsel trifft Muhi erneut in die gegnerischen Maschen. Costantinos 3:0 nach knapp 70 Minuten besiegelt Schlierens Startsieg. Beim Stand von 3:1 pfeift Schiedsrichter Eric ab.

«Warten! Keiner geht weg.» Caputos Anweisungen nach Spielschluss hallen übers Zelgli. In klaren Worten erklärt er seiner Truppe, was gut war und was noch verbessert werden muss. Dann wird Caputo plötzlich laut. «Wir stehen hinten sehr gut. Wenn ihr so spielt, wie wir es besprochen haben, erhalten wir keine Tore. Ausser – wir erzielen sie selber!» Er meinte damit Altstettens Ehrentreffer in der 90. Minute, welcher von FCS-Hüter Angstmann mit einer missglückten Fussabwehr gleich selbst erzielt worden ist.

«Ich bin zufrieden. Wir haben auf die Niederlage im Cup die richtige Antwort gezeigt», bilanziert Caputo seine ersten 90 Minuten als Schlierens Cheftrainer. Lange auf ihren Lorbeeren ausruhen können die Limmattaler allerdings nicht. Schon am Mittwoch steht das Nachtragsspiel aus der 1. Runde gegen Morava auf dem Programm.