Die 22-Jährige erhielt damit auch zum ersten Mal bestätigt, worüber in Fachkreisen spekuliert wird: dass sie die beste Torhüterin der Welt ist. Die Limmattaler wehrte während ihrer rund 288 Minuten Spielzeit - beim 0:10 gegen die USA wurde sie nach neun Gegentreffern vom Eis beordert - 219 von insgesamt 235 Schüssen ab. Das entspricht trotz über drei Gegentreffern im Schnitt einer Fangquote von 93,19 Prozent.

Schellings erste Reaktion war gemäss nordamerikanischen Medien überrascht. «Wir feiern zwar, aber ich kann es trotzdem nicht fassen», zitiert sie beispielsweise die «Montreal Gazette». Für die Oberengstringerin geht es nach dem Jubeln gleich mit dem Alltag weiter: Im Wirtschaftsstudium in Boston stehen Gruppenarbeiten auf dem Programm. Weil sie im letzten Jahr an der Universität nicht mehr für das College spielen darf, ist sie noch auf der Suche nach einem neuen Team.

Spekulationen zufolge sind die Montreal Stars ein Thema. Das ist aus Schellings Sicht naheliegend: In der kanadischen Metropole, wo ihr Freund Yannick Weber für die Canadiens spielt, absolviert sie während des kommenden Semesters ein Praktikum. (bier)