Eishockey
Fischer sorgt für den nächsten Punktefang der Limmattal Wings

Die Limmattal Wings gewinnen dank ihrem Goalie in der 3. Liga mit 1:0 nach Penaltyschiessen gegen Bassersdorf. Es ist der fünfte Sieg in den letzten sechs Matches, womit auch die letzten Abstiegsängste weggewischt sind.

Raphael Biermayr
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Goalie Sandro Fischer behält die Ruhe.

Goalie Sandro Fischer behält die Ruhe.

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Das Resultat von 0:0 nach der regulären Spielzeit respektive der Verlängerung geniesst im Eishockey Seltenheitswert. Zumal in der 3. Liga. Dass jüngst ausgerechnet die Defensiv-Hasardeure der Limmattal Wings an einem torlosen Match beteiligt waren, ist umso erstaunlicher.

Gegen Bassersdorf fiel 65 Spielminuten lang kein Treffer. Das lag vor allem an einem Mann: Sandro Fischer. Der Goalie der Wings rettete sein - gemessen an klaren Torchancen - unterlegenes Team ins Penaltyschiessen, wo er sich zweimal geschlagen geben musste.

Weil aber Tobias Hug, Hani Weber, Michael Frei und Dennis Weiss als Schützen erfolgreich waren, gewannen die Limmattaler zum dritten Mal in Serie. Der Rückstand des Achtplatzierten auf Platz 3 ist nun kleiner (fünf Zähler) als der Vorsprung auf Platz 9 (sechs).

Vier Spiele, vier Siege

Auf der Bank der Gastgeber herrschte nach der Partie Uneinigkeit über den Wert der zwei Punkte. «Ich kann nicht glauben, dass wir das Spiel nicht nach 60 Minuten gewonnen haben», sagt der gewohnt optimistische Trainer Mike Weiss.

Der hadernde Nicolas Gamper hingegen strich die Unfähigkeit der Offensive und die Fehler in der Defensive heraus. Auf den Punkt brachte es der braungebrannte Hani Weber: «Der Unterschied war Fischer.»

Der 28-jährige Torhüter, der in der 4.-Liga-Mannschaft als Flügelstürmer selbst auf Torejagd geht, bewies, dass er in der 3. Liga vermutlich noch immer der Beste seines Fachs ist und jederzeit auch eine Liga höher für den EHC Urdorf spielen könnte, mit dem er eine B-Lizenz hat.

Seine Bilanz ist makellos mit vier Einsätzen, vier Siegen - bei insgesamt nur vier Gegentoren. Es gilt: Wer den Fischer im Team hat, braucht für den Punkte-Fang nicht zu sorgen.

Die seltene Nummer

Irritierend ist die Rückennummer des Keepers. Goalies mit der Nummer 2 sind wohl noch seltener als torlose Unentschieden. «Ich habe sie nicht selbst gewählt», sagt Fischer. Wings-Sportchef Lolo Bertschmann klärt auf: «Wir haben vier Goalietrikots. Das Übrigbleibende wird jeweils an den Neuen weitergegeben. Es war nur noch dieses frei.»

Auf die Erinnerung an 0:0-Spiele in seiner langen Karriere angesprochen, sagte der 47-jährige Bertschmann nach kurzem Nachdenken: «Mit Embrach spielten wir mal gegen Flawil 0:0, das muss 1990 gewesen sein.»

Damals wurde dieses Resultat gewertet und die (zwei) Punkte geteilt: Das Penaltyschiessen wurde erst 16 Jahre später eingeführt.

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