Es ist verfehlt, von einem Match auf eine ganze Saison zu schliessen, insbesondere vom ersten. Doch nach der halb scherzhaften, halb ernst gemeinten Ankündigung von Schlieren-Trainer Beat Studer, sein Team würde Ende Saison aufgrund der starken Offensive und dünn besetzten Defensive ein Torverhältnis von 96:64 aufweisen, war man gespannt auf das Resultat im ersten Match.

Tatsächlich geizten die Limmattaler gegen Thalwil IIb nicht mit Spektakel - vorn wie hinten. Nach wenigen Minuten hätte es schon 0:2 stehen können, «wir haben den Start komplett verschlafen», sagte Studer. Doch es hiess «nur» 0:1. Es war eine von zwei schwachen Phasen der Gastgeber, die zweite war nach der Pause, als sie nervös auftraten, obwohl sie 3:2 in Führung lagen. Mike Dolium machte nach einem schönen Alleingang mit dem 4:2 in der 72. Minute schliesslich alles klar. Vor ihm war das «dynamische Duo» Emanuele Preite - aktueller Limmattaler Topskorer - und Souhel Muhi-Eddine sowie Neuzugang Sladjan Peric für Schlieren erfolgreich gewesen. Letzterer erzielte den Ausgleich zum 1:1 per Kopf nach einem ruhenden Ball, Preite verwertete vom Elfmeterpunkt, Muhi-Eddine staubte im Strafraum ab. «Wir hatten genügend Chancen für noch mehr Tore», konstatierte Beat Studer. Er war mit dem Spiel seiner Mannschaft «nicht zufrieden, aber das Wichtigste war, mit einem guten Resultat in die Saison zu starten».

Am zweiten Spieltag steht für den FCS die Reise nach Albisrieden auf dem Programm, das sein Auftaktmatch in Geroldswil gewann, bevor es am 2. September gegen Engstringen geht. Im ersten Limmattaler Derby der Saison wird auch der grosse Hoffnungsträger Giuseppe Sorrentino an Bord sein. (bier)