Fussball
FC Schlieren schafft Aufstieg in die NLA

Schlierens Märchen ist perfekt: Mit einem Unentschieden gegen Zuchwil steigen die FCS Frauen in die Nationalliga A auf. Ein würdiger Abschluss auch für Captain Sheila Loosli.

Maila Bermejo
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Im Freudentaumel:

Im Freudentaumel:

Limmattaler Zeitung

Sind es Tränen, die ihr das Gesicht hinunterkullern, Bier oder Wasser, das ihr ihre Teamkolleginnen gleich eimerweise über den Kopf gegossen haben? Wahrscheinlich von allem ein bisschen. Der FC-Schlieren-Captain Sheila Loosli steht klitschnass und überglücklich Mitten auf dem Zelgli und platzt beinahe vor Stolz und Freude.

Loosli: «Alles muss ein Ende haben»

Ihr T-Shirt trägt die Aufschrift: «Aufsteiger Nati A. FCS Frauen Sommermärchen 2011 wurde wahr». Es ist ein würdiger Abschluss einer bemerkenswerten Karriere. Loosli, 40 Jahre alt und zweifache Torschützin am gestrigen Aufstiegsspiel gegen den FFC Zuchwil 05. «Es waren die schönsten Treffer, die ich je gemacht habe», sagt sie überglücklich.

Dass sie gerade jetzt den Rücktritt gibt, stimmt sie froh aber auch melancholisch. «Alles muss mal ein Ende haben», so Loosli. «Und die richtigen Entscheidungen zu treffen, tut halt manchmal auch weh. So ist das Leben.»

Radulovic stark

Schlieren zeigte am gestrigen, allesentscheidenden Spiel eine der besten Leistungen in der Auf-/Abstiegsrunde. Die Limmattalerinnen standen kompakt, zeichneten sich durch eine hohe Passgenauigkeit aus und kombinierten zuweilen wunderschön.

Vor allem Mittelfeldspielerin Marina Radulovic zeigte eine starke, kämpferische Leistung. Dem FCS hätte ein Unentschieden gereicht, trotzdem spielte er attraktiven Fussball nach vorne – eindeutig die Handschrift vom scheidenden Trainer Roger Gutweniger.

Kleiner Wehrmutstropfen

Dass der Gegner mit zwei Treffern in der 88. und 94. Minute noch ausgleichen konnte, war der Nervosität der Schlieremerinnen zuzuschreiben. Ein kleiner Wehrmutstropfen, der die Freude der Aufsteigerinnen nicht zu dämpfen vermochte.