Fussball
FC Schlieren: Mit den fünf Neuen in eine bessere Zukunft

Zweitligist Schlieren hat in der Winterpause mit der Verpflichtung eines Quintetts für Aufsehen gesorgt. Das lässt für die morgen beginnende Rückrunde auf eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Herbst hoffen.

Raphael Biermayr
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Hält Ausschau nach mehr Punkten: FCS-Trainer Antonio Caputo.

Hält Ausschau nach mehr Punkten: FCS-Trainer Antonio Caputo.

Raphael Biermayr

Daniel de Arriba, Fabio Santurbano, Christian Baur, Alberto Perez und Diego Mazzoleni. Fünf Namen, die in den letzten Monaten in der regionalen Fussballszene für Gesprächsstoff sorgten, deren Träger selbst aber nicht sprechen möchten. Das Quintett hat eine Interviewanfrage dieser Zeitung abgelehnt. Wahrscheinlich wollen die fünf wieder Sportliches sprechen lassen.

Der Hintergrund: Wenige Wochen nach Saisonstart wurde bei den Blue Stars (2. Liga inter) Captain Daniel de Arriba eröffnet, dass er sich einen neuen Verein suchen kann. Offenbar hatte er sich mit dem Vorstand überworfen.

Gullo muss weiter an sich arbeiten

Es folgte eine Solidarisierungswelle der genannten Akteure. Das Quintett beziehungsweise Teile davon waren bei verschiedenen Vereinen im Gespräch. Schliesslich verpflichtete Schlieren gleich alle auf einen Streich. Dazu kommt mit Anthony Gullo von Erstligist Dietikon ein für diese Spielklasse herausragender Akteur. Das hat der 20-Jährige bereits in der Vorbereitung als regelmässiger Torschütze und Vorbereiter bewiesen.

FCS-Trainer Antonio Caputo lobt Gullo, hebt aber auch gleich den Mahnfinger: «Er muss weiter an sich arbeiten, denn er kann noch mehr.» Caputo freut sich über «eine ruhige und gute» Vorbereitung. Die Neuen hätten sich bald integriert. Dass damit weitere verdiente Aufstiegshelden vor den Kopf gestossen und aus dem Team gedrängt werden, nimmt er in Kauf. «Jeder hat Konkurrenz bekommen», sagt Caputo.

Zum Auftakt gegen Schlusslicht Srbija

Das neuerliche Aufrüsten ist ein klares Signal an die Konkurrenz: Der Liganeuling will nach einer durchzogenen Vorrunde (Platz 8) eine bedeutendere Rolle spielen. «Wir müssen mehr Punkte holen und schlauer spielen», fordert der Trainer. Am Samstag trifft der FCS zum Rückrundenstart auf das Schlusslicht Srbija (12 Uhr, Juchhof 2).

Auch die Serben haben sich in der Winterpause verstärkt. Sie profitieren offenbar vom Umstand, dass Morava wegen eines fehlenden Juniorenteams nicht aus der 3. Liga aufsteigen kann. So wechselte beispielsweise Torhüter Dragan Dunjic von Dietikon statt wie geplant in die 3. Liga eben zu Srbija.