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FC Oetwil-Geroldswil eliminiert Wollishofen im Cup nach Drama-Spiel

Oetwil-Geroldswil-Torhüter Yannick Fux war der grosse Rückhalt beim Cup-Krimi.

Penaltykiller

Oetwil-Geroldswil-Torhüter Yannick Fux war der grosse Rückhalt beim Cup-Krimi.

Mehr Dramatik geht nicht. Unglaublich, was sich der FCOG und der FC Wollishofen in der 1. Cuprunde für einen packenden Fight lieferten. Das Spiel um den Einzug in die nächste Runde war nichts, aber auch gar nichts, für schwache Nerven.

Nach dem geglückten Saisonauftakt war das Team von Roger Balmer heute heiss, dem Favoriten aus der 2. Liga ein Bein zu stellen. Wie so oft, hatte auch heute der Cup seine eigenen Gesetze. Der Underdog war in den Startminuten klar überlegen. Aggressiver, spielstärker und ohne Respekt vor dem Favoriten spielte der FCOG stark auf. Die Führung liess dann auch nicht lange auf sich warten. Mit einem donnernden Schuss von Angstmann unter die Latte liess er seine Farben zum ersten Mal jubeln (17.).

Nach dem Führungstreffer wurde das Spiel zerfahrener mit Fehlpässen auf beiden Seiten. Der FC Wollishofen kam immer besser in die Partie und verfehlte bei einigen guten Torchancen den Ausgleich nur knapp. Es blieb bis zum aber Pausenpfiff bei der knappen aber verdienten 1:0 Führung für die Limmattaler.

Druckphase von Wollishofen nach dem Seitenwechsel

Die Standpauke des Trainers der Gäste, welche bis in die FCOG-Kabine zu hören war, schien seine Wirkung nicht verfehlt zu haben, auch wenn der FCOG dem FC Wollishofen mit zum Teil haarsträubenden Fehlern die Druckphase auch relativ einfach ermöglichte. Wie bereits im ersten Meisterschaftsspiel baute der FCOG nach dem Seitenwechsel ab. Wollishofen erspielte sich in dieser Phase einige gute Tormöglichkeiten und der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen. Entgegen dem Spielverlauf in der 2. Halbzeit waren es aber die Hausherren, welche nach einer massgenauen Hereingabe von Steuble auf Oliveira das Score auf 2:0 erhöhten.  Grosser Jubel bei Oliveira dank seines ersten Pflichtspieltors im Dress des FCOG.

Der FCOG lief auf dem Zahnfleisch

Was sich nun auf der Sportanlage abspielte, war an Dramatik nicht zu überbieten. Nach dem Anschlusstreffer in der 74. Minute drückte Wollishofen vehement auf den Ausgleich. Dieser schien in der 80. Minute auch Tatsache zu werden, als Credaro seinen Gegenspieler im Strafraum kurz berührte und der Schiedsrichter – wohl zurecht – auf Elfmeter entschied. Fux hielt den Penalty dank einer überragenden Parade und hielt für seine Farben die Führung fest. Der FCOG lief nun auf dem Zahnfleisch. Geplagt von Krämpfen,  kämpfte der FCOG mit allem was er hatte gegen den drohenden Ausgleich.

Sechs Minuten Nachspielzeit zeigte der Schiedsrichter an. Sechs Minuten musste der FCOG noch kämpfen und die Führung über die Zeit retten. In der 94. Minute endlich wieder ein Entlastungsangriff des FCOG. Bozova wurde kurz vor dem Abschluss knapp vor dem Strafraum gefoult. Freistoss für den FCOG. Das muss es doch nun gewesen sein. Steuble nimmt Anlauf, zirkelt den Ball perfekt über die Mauer und dieser landet am Innenpfosten und kullert auf der Linie dem Torhüter zurück in die Arme. Das gibt es doch nicht. Auf der Gegenseite nochmals Eckball für Wollishofen. Ein Ball auf den kurzen Pfosten, der vom Knie des Stadtzürchers unglücklich den Weg ins Tor fand. 95. Minute: 2:2 Ausgleich. Was für ein bitterer Finish für den FCOG. Dramatisch war es bereits, aber das Penaltyschiessen setzte noch einmal einen drauf.

Ein verrücktes Penaltyschiessen 

Der FCOG begann schlecht. Steuble scheitere und Wollishofen traf: 2:3. Wettstein traf und Wollishofen verschoss: 3:3. Niederhäuser scheiterte, Wollishofen traf: 3:4. Schiegg scheiterte erneut und Wollishofen hatte nun alles in den eigenen Füssen. Betrübte Stimmung beim FCOG, niemand hatte nur noch einen Funken Hoffnung, diese verrückte Partie noch zu gewinnen. Fux musste nun zweimal halten und der FCOG seinen Penalty verwerten.

Den ersten Penalty hielt Fux mirakulös. Lutz traff und glich zum 4:4 aus. Es lief wiederum der Captain an, der bereits in der zweiten Halbzeit an Fux scheiterte. Und er scheiterte nochmals: 4:4. Alles war wieder offen. Das gibt es gar nicht. Als sechster Schütze für den FCOG lief Marti an und verwandelte  eiskalt. Nun Wollishofen zum ersten Mal unter Druck und sie hielten diesem Druck nicht stand. Penaltykiller Fux hielt auch diesen Versuch und sicherte dem FCOG den vielumjubelten Einzug in die zweite Cuprunde. Der Cup schreibt seine eigenen Geschichte. Heute eine, die keiner im FCOG-Dress so schnell vergessen wird.

FC Oetwil-Geroldswil – FC Wollishofen 5:4 nE. (1:0)

Werd – 75 Zuschauer – Tore: 17. Angstmann 1:0, 66. Oliveira 2:0, 74. 2:1, 95. 2:2

FCOG: Fux, Wettstein, Credaro, Lutz, Huxley, Marti, Marquart, Niederhäuser, Angstmann (30. Oliveira (75. Schiegg), Bozova, Steuble.

Bemerkungen: Fux hält Elfemter (80.), Pfostenschuss Steuble (94.).

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