Fussball 1. Liga
FC Dietikon: Welche Nummer passt zu welchem Namen?

Wenn der FC Dietikon in der Rückrunde auftritt, werden auf dem Platz und auf der Bank viele neue Gesichter zu sehen sein. Ein Rätselraten für die Zuschauer.

Raphael Biermayr
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Die Mannschaft des FC Dietikon im Trainingslager auf Gran Canaria

Die Mannschaft des FC Dietikon im Trainingslager auf Gran Canaria

Zur Verfügung gestellt

Neun Zuzüge sind es. Das ist rekordverdächtig, aber tatsächlich nicht der Bestwert. Vor drei Jahren war es einer mehr. Viele sind es so oder so. Die Ähnlichkeiten zu diesem Frühling 2012 sind überhaupt erstaunlich. Der FCD war damals ebenfalls Aufsteiger (in die 2. Liga interregional) und überwinterte auf dem 11. Tabellenplatz, Dietikons Taktgeber Naim Haziri tat ebenfalls Busse, nachdem er im Herbst vom Platz geflogen war, und Jure Karadza stand dem Team wegen einer Knieoperation ebenfalls nicht zur Verfügung.

Am Ende jener Saison hatten die Limmattaler bald nichts mehr mit dem Abstieg zu tun und 31 Punkte auf dem Konto. Doch sie verfolgten ab jener Rückrunde einen grösseren Plan, der zwei Jahre später bereits Tatsache werden sollte: der Aufstieg in die 1. Liga. Die zwei wichtigsten Erkenntnisse für den Jungtrainer Goran Ivelj damals: Viele Wechsel machen das Team besser; Erfahrung geht vor. Fortan spielten immer mehr Ex-Profis auf der Dornau.

Dass damit die schon vorher von Zuschauern bemängelte Identifikation mit der ersten Mannschaft fast gänzlich verloren ging, war angesichts des nachweislichen Erfolgs verkraftbar. Der Erfolg hat darüber hinaus den Zuspruch erhöht. Die 1. Liga zieht mehr Publikum an als die 2. Liga interregional und – mit Ausnahme mancher Derbys gegen Urdorf – die 2. Liga regional. In der abgelaufenen Vorrunde fanden zu manchen Partien seit langem wieder über 200 Zuschauer auf die Dornau.

Nahe am Tabellenende

Ivelj hat festgestellt, dass «die Leute sich mit uns freuen, wenn wir gewinnen – egal, wer spielt». Seiner Ansicht nach gibt es ein übergeordnetes Identifikationspotenzial mit dem Team: «Im Gegensatz zu früher verhält sich die Mannschaft auf dem Platz anständig.» Nach den letzten Matches im Herbst blieb ein anderer Eindruck haften. Ivelj pariert diese Bemerkung mit dem Hinweis auf die Sanktionen, die der Verein gegen zwei fehlbare Routiniers ergriffen hat und damit ein Zeichen gesetzt habe: die Trennung von Samir Kozarac und die Geldstrafe gegen Naim Haziri.

Der Start ins neue Fussballjahr morgen findet entgegen dem ursprünglichen Spielplan auswärts statt. Dietikon gastiert zunächst nämlich in der Nachtragspartie aus der Vorrunde im Tessin. Dem Schlusslicht Taverne (15 Uhr, Campo comunale) soll die Fete anlässlich der Pflichtspielpremiere auf der neuen Anlage vermiest werden. Ivelj hat drei Punkte eingeplant, denn bei einer Niederlage läge der letzte Platz nur noch drei Zähler von den Limmattalern entfernt.

Personalmangel beim FCD

In der Vorrunde gewann der FCD das Aufsteigerduell problemlos mit 2:0 – mit vielen anderen Gesichtern auf dem Platz. Morgen werden maximal fünf Spieler der damaligen Startformation von Beginn an im Einsatz stehen. Es sei denn, ein bekanntes Gesicht spielt im Tessin: Raphael Candreia, der eigentlich eine Auszeit nehmen und sich dem Futsal widmen wollte, stand im letzten Testmatch gegen Zweitligist Regensdorf (0:0) auf dem Platz.

Das zeugt von der Not und der Improvisationskunst von FCD-Trainer Ivelj, die sich also über die Winterpause hinweg weitergezogen hat. Die Gründe dafür: Maroufi ist gesperrt, die Spielberechtigungen für Meyer (siehe Box), Beric, Miodragovic und Pristac sind nicht rechtzeitig für dieses Match eingetroffen. Gar nicht für die Limmattaler auflaufen wird Stankovic, der sich nach erfolgter Zusage für eine andere Option entschieden hat.