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Faule Eier und verschossene Penalties – erneute Dietiker Niederlage

Glücklos: Der HC Dietikon-Urdorf verliert wieder.

Glücklos: Der HC Dietikon-Urdorf verliert wieder.

Wieder einmal wäre für Dietikon-Urdorf mehr möglich gewesen. Wieder einmal verlieren die Limmattaler aber. Wieder einmal bleiben Ärger und Frust.

Gute Mannschaften können es. Gewinnen, auch wenn sie nicht so gut spielen, wie sie eigentlich könnten. Der HC Einsiedeln hat dem HC Dietikon-Urdorf aufgezeigt, wie das geht. Die Limmattaler hielten eine Halbzeit lang äusserst gut mit. Einsiedeln spielte unter seinen Möglichkeiten, das merkte man schon. Und dennoch hat es gewonnen. Doch der Reihe nach.

Furioser Start, danach abgebaut

Sieben Minuten waren in der Stadthalle Dietikon am vergangenen Mittwoch-Abend gespielt, als sich so manch ein Zuschauer verwundert die Augen rieb. 3:0 für Dietikon-Urdorf? Für den Underdog? Ja, so war es tatsächlich.

Die Gäste aus dem Kanton Schwyz schienen noch nicht richtig bei der Sache zu sein. Dennoch durfte man bei Dietikon-Urdorf nicht ganz zufrieden sein. Schon zwei technische Fehler und ein verworfener Siebenmeter - es sollten noch vier weitere folgen - standen zu Buche.

Das machte den Klosterdörflern Mut. Sie kamen besser ins Spiel, holten auf. Der Ausgleich folgte beim 4:4. In der Folge blieb das Spiel zwar spannend, weil es knapp war. Was die Zuschauer geboten bekamen, war aber eher Magerkost. Dietikon-Urdorf hatte in der Offensive nicht den nötigen Drive, um den massiven Abwehrverbund der Gäste zu durchbrechen.

Die Abwehr der Limmattaler hingegen scheint immer mehr an Stabilität zu gewinnen. Im Positionsangriff konnten die Einsiedler nicht gross auftrumpfen. Vielleicht lag das daran, dass der wurfgewaltige Janis Grisanovs nicht viel spielte oder aber dass die Defensive von Dietikon-Urdorf um Sebastian Röthlisberger sehr stark war.

Sebastian Röthlisberger zeigte eine starke Partie. Dietikon-Urdorf verlor dennoch erneut.

Sebastian Röthlisberger zeigte eine starke Partie. Dietikon-Urdorf verlor dennoch erneut.

Vom Glück verlassen

Der 24-Jährige hat in letzter Zeit merklich Fortschritte erzielt und mausert sich je länger je mehr zu einem unverzichtbaren Wert in der Mannschaft von Jan Sedlacek.

Nach der Pause verliess Dietikon-Urdorf das Glück. Insbesondere Torhüter Crippa. Mehr als einmal stand er in der richtigen Ecke, streifte den Ball mit dem Fuss und kassierte das Tor dennoch. Ein Jammer! Katicic ersetzte ihn alsbald, kam gut ins Spiel. Aber auch ihm erging es bald ähnlich wie seinem Kollegen zuvor. So genannte faule Eier gab es wie Sand am Meer.

Das war natürlich ärgerlich für die Abwehr, die ansonsten ansprechende Arbeit verrichtete. Und dennoch mussten sich auch die Feldspieler an der Nase nehmen. Fünf von fünf Siebenmeterchancen wurden liegen gelassen, drei davon fanden nicht mal den Weg aufs Tor.

Am 4. März in Frauenfeld

Die logische Schlussfolgerung war eine Niederlage für die Limmattaler. 22:29 hiess es zum Schluss. Das war durchaus ärgerlich, weil vermeidbar. Die Enttäuschung stand den Spielern des Heimteams ins Gesicht geschrieben. Etwas Positives sei aber an dieser Stelle noch vermerkt. Francesco Biffiger ist schon wieder fast der Alte.

Er warf 8 Tore und war damit der erfolgreichste Schütze für das Heimteam. Zudem konnte auch Jason Brandt fünf Tore erzielen und wieder einmal aufzeigen, welch grosses Potenzial in ihm steckt. Er wird in der nächsten Zeit sicherlich wieder mehr auf dem Platz stehen, da Dominic Jäger den Limmattalern wegen Militärdienstes nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Weiterhin hat der HCDU nur einen Punkt auf dem Konto und liegt auf dem siebten Rang. Das würde den Abstieg bedeuten. Doch damit will man eigentlich ja gar nichts zu tun haben. Deshalb wird weiterhin hart dafür trainiert. Am Samstag in einer Woche steht dann das Duell mit dem Ligaprimus SC Frauenfeld an.

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