Eine weiterhin starke Fahrweise zeigt der Elite-Fahrer Fabian Lienhard. An der Berner Rundfahrt vom Samstag wurde der Steinmaurer Radrennfahrer als Vierter bester Schweizer. Am Sonntag revanchierte sich Lienhard mit dem Sieg beim GP von Cham-Hagendorn.

Nachdem Lienhard am Samstag in Lyss an der Berner Rundfahrt als Spurtsieger des Feldes Vierter und damit bester Schweizer geworden war, holte er auf eindrückliche Art und Weise am Sonntag beim GP von Cham-Hagendorn den Sieg. Zweiter wurde der Italiener Enrico Salvador, der in Lyss noch den Sieg an seine Fahnen geheftet hatte. In Cham wartete Lienhard nicht bis am Schluss: Einen Kilometer vor dem Ziel setzte der Steinmaurer alles auf eine Karte und griff aus einer Spitzengruppe heraus an: «Ich wollte es nicht auf einen Sprint ankommen. Kurz vor dem letzten Kilometer, als es leicht bergauf ging, griff ich an und kam auch weg». Mit einem Vorsprung von vier Sekunden holte sich Lienhard so den vierten Saisonsieg. Mit seinem Angriff verhinderte Lienhard einen zweiten ausländischen Erfolg am Wochenende: Der Italiener Salvador, der Sieger von Lyss, und Überraschungsmann Christofer Jurado Lopez aus Panama spurteten auf die Ehrenplätze. Lienhard, der am Mittwoch auch das erste Brugger Abendrennen der 50. Saison gewonnen hatte, kam damit zu einem weiteren Erfolg.

Lepistö gewinnt bei den Frauen

Cham war auch Schauplatz des einzigen UCI-Rennens der Frauen auf Schweizer Boden. Nach 111 km spurtete ein Feld von 40 Fahrerinnen um den Sieg. Die Schnellste war dabei die Finnin Lotta Lepistö. Als Mitglied des Cérvelo-Bigla-Teams ist Lepistö hierzulande bestens bekannt. Lepistö war in Lyss, wo ihre Mannschaftskollegin Ashleigh Mollmann gewann, Zweite geworden. Lepistö gewann in Cham vor der Französin Roxane Fournier und der Australierin Sarah Roy. Mollmann wurde Fünfte. Mit Jutta Stienen (22.), Marcia Eicher (28.), Nicole Brändli (35.) und Nicole Hanselmann (36.) waren nur vier Schweizerinnen im Spitzenfeld dabei. Lokalmatadorin Desirée Ehrler war in der Woche vor ihrem Heimrennen krank und musste sich an der Spitze des geschlagenen Verfolgerfeldes mit dem 51. Rang zufrieden geben.

Aargauer brillierten beim Nachwuchs

Im Frauenrennen von Cham kam Sandra Weiss (Sulz) als beste Aargauerin auf den 50. Rang. Auch nicht vorne mithalten konnten die Aargauer im Elite-Feld. Michael Kyburz (Entfelden) kam als bester Rüebliländer auf den 22. Rang. Von der besten Seite zeigte sich in Cham dafür der Nachwuchs. Bei dem zur Schweizer Schülermeisterschaft zählenden Rennen der Jahrgänge 2002 und 2003 sorgten Dominik Weiss (Sulz) und Fabio Christen (Gippingen) für einen Aargauer Doppelsieg. Jan Christen (Gippingen) entschied das Rennen der Jahrgänge 2004 und 2005 für sich.

Während sich auch in Lyss an der Berner Rundfahrt die Rüebliländer in den Hauptkategorien geschlagen geben mussten, zeigten sich die Anfänger von der besten Seite. Robin Ender (Sulz) hielt einmal mehr ganz vorne mit. Er schaffte es als einziger Aargauer an diesem Traditionsrennen, die als frühere Nordwestschweizer-Rundfahrt auch regelmässig im Kanton Aargau Station machte, damit aufs Siegerpodest.