Reitsport

Europameisterschafts-Teilnehmer und viel Fairness im Dietiker Fondli

Ein starkes Team: Leonie Gysling und ihr Pferd.

Ein starkes Team: Leonie Gysling und ihr Pferd.

Vergangenes Wochenende führte das Reitsportzentrum Fondli in Dietikon das «Starhorse» Dressur-Weekend durch – mit Erfolg.

Nicht weniger als 190 Reiterinnen und Reiter nahmen zusammen mit ihren Pferden an den sieben unterschiedlich schwierigen Pferdedressur-Prüfungen teil. Die Glocke ertönt, die Reiterin grüsst, der Richter erhebt sich vom Stuhl und los geht es. Während beinahe vier Minuten «tanzen» Reiter und Pferd ihre Figuren gemäss dem sehr exakten Pflichtprogramm in den Sand. Zwei Richter beurteilen das vorgeführte Programm, das aus 20 und mehr Lektionen bestehen kann. Die Notenskala geht von 1 bis 10. Dazu wird der Gesamteindruck benotet. So waren, als Beispiel in der Prüfung 6, maximal 640 Punkte möglich.

Favoritin setzt sich durch

Die Siegerin, Teresa Stokar, erreichte 452 Punkte, umgerechnet 70,63%. Diese Tagesbestmarke erstaunt nicht, ist doch Teresa Stokar Mitglied der schweizerischen Junioren-Nationalmannschaft (Concours Complet) und holte im Teamwettbewerb an der Junioren-Europameisterschaft 2013 den 3. Platz. Ihr Pferd Glenn Grant ist im Reitsportzentrum Fondli Dietikon zu Hause und brillierte so an seinem «Heimspiel».

Bei der Siegerehrung werden die ersten 10 Reiterinnen und Reiter geehrt. Alle Teilnehmer erhalten danach ihr Notenblatt. Die Richter notieren Hinweise, bei ungenügenden Leistungen, d.h. weniger als Note 5 und so kann sich der Reiter immer weiter verbessern. Es geht bei der Dressur darum, Reiter und Pferd auf der Skala der Ausbildung kontinuierlich zu fördern. Was mit der Grundausbildungs-Prüfung 1 beginnt, kann so einmal bis zur Olympiade führen.

Mit Lars Bürgler war auch ein weiteres Mitglied der Junioren-Nationalmannschaft (Dressur) am Start. Das hoffnungsvolle Talent erreichte einmal den 3. und in der folgenden Prüfung den 1. Rang.

Äusserst fairer Wettbewerb

Beeindruckend an diesen drei Tagen war, dass nicht einmal gepfiffen wurde. Den Mitkonkurrenten wird am Schluss der Prüfung jeweils sehr fair geklatscht. Wie sich der Reiter jedes Mal bei seinem Pferd bedankt, zeigt, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter ist. Der Pferdesport zeichnet sich auch dadurch aus, dass alle im selben Wettbewerb antreten können: Frauen und Männer, in der Bandbreite von 18 bis 58 jährigen. Bei den Pferden lag die Altersspanne bei 6 bis 22 Jahren.

Martin H. Richner, der OK-Präsident der Veranstalter, dankte den vielen Helferinnen und Helfern, die im Hintergrund den Erfolg der Veranstaltung ermöglichten. Richner schloss die letzte Rangverkündigung mit den Worten: «Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1